Freitag, 24. Mai 2019

Autonomes-Fahren-Start-up Aurora Innovations In zwei Jahren auf zwei Milliarden Dollar

Die wichtigsten Allianzen rund ums autonome Fahren: Mit wem Autobauer bei der Roboterauto-Entwicklung kooperieren
Aurora

Es war ein echter Blitzstart, den das 2016 gegründete US-Start-up Aurora Innovations hingelegt hat. Und angesichts einer neuen Finanzspritze von einer halben Milliarde Dollar können sich Autobauer wie Volkswagen Börsen-Chart zeigen, Hyundai Börsen-Chart zeigen, Audi oder Byton nun darauf einrichten, mit dem Unternehmen auch längerfristig einen Partner bei der Entwicklung von Selbstfahr-Technologien zu haben.

Dieser Partner wird immer selbstbewusster: Einem Kaufangebot von Volkswagen erteilte Aurora, das angesichts des neuen Investments laut der Techseite "Recode" nun mit zwei Milliarden Dollar bewertet ist, laut einem Bericht von Bloomberg im Sommer nämlich eine klare Absage. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde, die zweite nach einer 90 Millionen-Runde von Greylock Partners und Index Ventures, laut Recode von Sequioa Capital.

Ein Grund für die Spendierfreude der Geldgeber liegt neben der Tatsache, dass Technologien für autonomes Fahren gerade bei Investoren und Unternehmen schwer gefragt sind, auch in der Aura und dem Personal des Unternehmens. Die drei Gründer Chris Urmson, Sterling Anderson und Drew Bagnell gelten in der Roboterauto-Szene als Koryphäen.

Chris Urmson leitete viele Jahre lang Googles Entwicklungsprogramm für autonome Autos. Sterling Anderson war bei Tesla für den Autopiloten verantwortlich. Der dritte Aurora-Mitgründer, Drew Bagnell, ist einer der angesehensten US-Experten für maschinelles Lernen. Er half dem Fahrdienst Uber maßgeblich dabei, dessen Programm in Richtung selbstfahrende Fahrzeuge anzuschieben.

Im vergangenen Jahr stieß schließlich noch Jinnah Hosein zum Aurora-Management-Team dazu. Ein Software-Experte, der in seiner Karriere führende Rollen bei Google und Elon Musks Raketen-Start-up Space X inne hatte. Im Kontrollgremium vertreten sind Tech-Schwergewichte wie LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman und der frühere Cisco-Strategievorstand Mike Volpi.

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