Freitag, 13. Dezember 2019

Batteriezellenpläne in Deutschland torpediert VW plant drei Gigafabriken für Batteriezellen - Zulieferer drohen mit Lieferstopp

Volkswagen: Der VW Konzern plant bis zu drei Gigafabriken in Deutschland. Doch die aktuellen Zell-Lieferanten torpedieren die Pläne

Ein Konflikt mit Zulieferkonzernen gefährdet den Einstieg der Volkswagen AG Börsen-Chart zeigen in die Produktion von Batteriezellen. Der Wolfsburger Autokonzern wolle gemeinsam mit dem koreanischen Zellspezialisten SK Innovation mehrere Milliarden Euro in den Bau von Gigafabriken investieren, berichtet das manager magazin. Doch die bisherigen Zelllieferanten torpedierten das Projekt, heißt es in Unternehmenskreisen.

In Deutschland sollten den Plänen zufolge bis zu drei Gigafabriken gebaut werden, so das manager magazin weiter. Im Gespräch seien Standorte in der Nähe von Werken, in denen künftig Elektroautos gefertigt werden. Ursprünglich sollte der Aufsichtsrat das Milliardenprojekt bereits im Dezember verabschieden.

Doch die aktuellen Zelllieferanten sehen den Einstieg eines ihrer größten Kunden in die Zellproduktion mit Unbehagen. Insbesondere LG Chem wehre sich, heißt es bei Volkswagen. Die Koreaner drohten damit, unter Umständen nicht mehr zu liefern, wenn VW mit SK Innovation in die Produktion einsteige. Und das möglicherweise ab sofort. Das berichten Manager, die mit den Verhandlungen vertraut sind.


Die ganze Geschichte: VWs Batterie-Gigafactories in Deutschland in Gefahr


Volkswagen will schon 2025 bis zu drei Millionen Elektroautos pro Jahr bauen. LG Chem wird dabei außerhalb Chinas der wichtigste Lieferant von Batteriezellen sein. Das Unternehmen kommentierte, VW sei ein wichtiger Kunde, "unabhängig von einigen Gerüchten und anderen Faktoren".

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung