Sonntag, 8. Dezember 2019

"Elli" bietet Strom aus Wasserkraft und Wind Volkswagen will Öko-Stromanbieter für Elektroautos werden

VW ID (Studie): Das erste Fahrzeug der elektrisch angetriebenen ID Familie soll 2020 auf den Markt kommen

Der Autobauer Volkswagen will auf dem Weg in die Elektromobilität Besitzern batteriegetriebener Autos europaweit Strom aus umweltfreundlicher Erzeugung anbieten. Dazu fassen die Wolfsburger ihre Aktivitäten auf diesem Feld konzernweit in einer neuen Tochter zusammen, wie VW am Dienstag mitteilte.

In einem ersten Schritt soll ab Februar Strom angeboten werden, der komplett aus CO2-freier Erzeugung stamme. Dazu solle Energie aus Wasserkraftwerken und Windparks genutzt werden, die VW teils selbst erzeuge. Später soll das Angebot um eine Karte ergänzt werden, mit der Kunden Strom für E-Autos an Ladesäulen zapfen können.

Dazu baut VW schrittweise ein Portfolio aus Stromtarifen, Ladesäulen, so genannten Wallboxen für daheim und einem IT-basierten Energiemanagement auf. Das Angebot der Marke "Elli" (Kurzform aus Electric & Life) richte sich nicht nur an eigene Kunden und Mitarbeiter, sondern auch Halter von E-Mobilen anderer Hersteller sowie Privathaushalte und Institutionen.

Ladesäulen: BMW und Porsche lassen Teslas Supercharger alt aussehen

Es soll endgültig stehen, wenn das erste Elektroauto der neuen ID-Familie von VW Anfang 2020 auf den Markt kommt. Für den Wagen, von dem erst der Projektnamen "Neo" bekannt ist, stellt VW derzeit in Zwickau seine Produktion um. Volkswagen investiert massiv in die Elektromobilität. Spätestens 2025 soll die Marke VW weltweit mehr als eine Million E-Mobile im Jahr bauen, konzernweit sollen es dann bis zu drei Millionen sein.

la/reuters

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung