Freitag, 26. April 2019

Gespräche mit US-Autohersteller Volkswagen und Ford prüfen Kooperation bei Transportern

VW e-Crafter: VW prüft Kooperation mit Ford bei Nutzfahrzeugen

Volkswagen und Ford wollen Insidern zufolge beim Bau von Transportern und in anderen Bereichen kooperieren. Der Aufsichtsrat des Wolfsburger Konzerns habe grünes Licht für Gespräche mit dem zweitgrößten US-Autobauer gegeben, um Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit auszuloten, sagten zwei Personen mit Kenntnis des Sachverhalts der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Ziel sei eine Allianz, um Entwicklungs- und Produktionskosten zu teilen. Dazu habe es bereits erste Kontakte gegeben. Nun sollten die Gespräche vertieft werden. Ein weiterer Insider sagte, VW werde am Dienstagabend Details einer strategischen Kooperation bekanntgeben.

Nach Informationen von manager-magazin.de geht es um eine Kooperation im Bereich leichte Nutzfahrzeuge. Zuvor waren Verhandlungen zwischen Volkswagen Börsen-Chart zeigen und Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen gescheitert, im Anschluss wurden die Verhandlungen mit Ford vorangetrieben.

VW lehnte einen Kommentar zu einer möglichen Kooperation mit Ford Börsen-Chart zeigen ab. "Als führender Automobilhersteller ziehen wir verschiedene wirtschaftliche Gemeinschaftsprojekte mit anderen Unternehmen in allen Regionen der Welt in Betracht", erklärte ein Sprecher. Die Kölner Ford-Werke äußerten sich nicht.

Hintergrund für die Kontaktaufnahme ist dem Vernehmen nach auch, dass für Transporter mit Pkw-Zulassung ab 2020 in Europa die gleichen CO2-Vorgaben gelten wie für Personenwagen. Herstellern, die die Grenzwerte überschreiten, drohen Strafzahlungen.

Fahrzeuge wie der Transporter oder der Crafter von VW haben aufgrund ihrer Bauweise einen größeren Luftwiderstand und verbrauchen oft mehr Kraftstoff als kleinere Personenwagen. Wegen der drohenden Strafen laufen einzelne Hersteller Gefahr, dass sie den Bereich leichte Nutzfahrzeuge nicht mehr wirtschaftlich betreiben können. Aus diesem Grund bieten sich Kooperationen mit anderen Autoherstellern an.

la/reuters/mmo

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung