Montag, 14. Oktober 2019

Volkswagen VW macht Englisch zur Konzernsprache

Volkswagen-Chef Matthias Müller: The Devil lies in the Detail

Volkswagen, bisher Inbegriff eines deutschen Konzerns, macht Englisch zur Konzernsprache.

"Digitalisierung, Vernetzung und Elektromobilität werden unsere Branche grundlegend verändern", sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing am Mittwoch. "Deshalb richten wir unsere Managementkultur rechtzeitig darauf aus." Künftig sollen Auslandsaufenthalte und Kenntnisse in verschiedenen Geschäftsbereichen für Manager einen höheren Stellenwert bekommen.

Damit vollzieht Volkswagen nach, was bei vielen Dax -Konzernen bereits selbstverständlich ist. Weibliche Führungskräfte sollen bei VW zudem schneller Erfahrung und Fähigkeiten für eine Berufung ins Top-Management erlangen.

Die Einführung des Englischen als Konzernsprache begründet Volkswagen auch damit, dass dadurch internationalen Spitzenkräften der Zugang erleichtert werden soll. "Als global aufgestellter Konzern brauchen wir die weltweit besten Leute." Die neuen Vorgaben sollen nach einer Übergansphase von fünf Jahren verpflichtend werden.

Viele altgediente VW-Manager sprechen bisher vor allem deutsch. Konzernchef Matthias Müller hatte am Rande der Automesse in Detroit vor knapp einem Jahr durch ein auf Englisch geführtes Interview eines US-Radiosenders für Irritationen in der Abgasaffäre gesorgt.

la/dpa

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