Dienstag, 21. Mai 2019

Umsatz steigt, Auslieferungen steigen VW steigert Gewinn und Dividende

Volkswagen AG: Gewinn 2018 ist gestiegen

Europas größter Autobauer Volkswagen hat den Gewinn 2018 trotz Belastungen durch Dieselkrise und Abgasskandal gesteigert. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten kletterte auf 17,1 Milliarden Euro, wie die Wolfsburger am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilten. Im Vorjahr hatten 17,0 Milliarden zu Buche gestanden. Analysten hatten dieses Mal im Schnitt mit einem etwas niedrigeren Betriebsgewinn gerechnet.

Die Rendite lag bei 7,3 (Vorjahr: 7,4) Prozent am oberen Ende der von Volkswagen prognostizierten Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent. Der Konzernumsatz kletterte um 6,3 Milliarden auf 235,8 Milliarden Euro.

Weltweit lieferte Volkswagen 10,8 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Die Stammaktionäre, darunter als größte die Familien Porsche und Piech, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen eine Dividende von 4,80 Euro je Aktie erhalten. An die stimmrechtslosen Vorzugsaktionäre (die VW Vorzugsaktie ist im Dax notiert) sollen 4,86 Euro je Anteilschein fließen. Damit steigt die Dividende um jeweils 90 Cent: Für das Geschäftsjahr 2017 hatte VW den Stammaktionären 3,90 Euro und den Vorzugsaktionären 3,96 Euro ausgeschüttet.

Anleger reagierten erfreut: Die Aktie von Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigenlegte am Freitag um mehr als 1 Prozent zu. Im Anschluss bröckelten die Gewinne jedoch wieder ab.

VW peilt steigenden Umsatz im Jahr 2019 an

Für das laufende Jahr stellte der weltgrößte Autobauer moderat steigende Auslieferungen und einen steigenden Umsatz in Aussicht. Der Konzern steckt derzeit viele Milliarden Euro in den Bau von Elektroautos sowie die Entwicklung selbstfahrender Autos und neuer Mobilitätsdienste.

Der Autobauer rechnet demnach mit bis zu 5 Prozent Zuwachs gegenüber dem Erlös von 235,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Auslieferungen sollen weltweit leicht zulegen.

Bei der Umsatzrendite des um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinns rechnet Vorstandschef Herbert Diess mit einem Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Das hatten Analysten in dieser Größenordnung erwartet. In den vergangenen Jahren hatten aber immer wieder Milliardenkosten für die Bewältigung der Dieselkrise belastet.

"Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden", warnte Diess vor weiteren Problemen. Insbesondere im wichtigsten Einzelmarkt China hatte sich die Autokonjunktur zuletzt merklich abgekühlt. Herausforderungen ergäben sich insbesondere aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigenden Wettbewerbsintensität, volatilen Wechselkursverläufen sowie aus verschärften WLTP-Anforderungen, hieß es.

la/reuters/dpa

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