Samstag, 17. August 2019

Betriebsrat setzt sich durch Volkswagen schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 aus

VW-Werk in Wolfsburg: Trotz des Sparkurses verlängert VW die Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter in Deutschland
Julian Stratenschulte/ DPA
VW-Werk in Wolfsburg: Trotz des Sparkurses verlängert VW die Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter in Deutschland

Der Autobauer Volkswagen Börsen-Chart zeigen hat sich mit dem Betriebsrat auf eine Beschäftigungssicherung für die Kernmarke VW Pkw an allen deutschen Standorten bis 2029 geeinigt. Damit seien betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten zehn Jahren ausgeschlossen", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Mittwoch in Wolfsburg.

Die Verlängerung war eine zentrale Bedingung der Arbeitnehmervertretung für den digitalen Umbau des Unternehmens. Im März hatte VW den Abbau von bis zu 7000 Stellen in der Verwaltung in den kommenden fünf Jahren angekündigt. Die Arbeitsplätze sollten vor allem dadurch wegfallen, dass Stellen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden. Eine Beschäftigungssicherung bot VW nur bis 2025 an.

Nun haben sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber darauf geeinigt, dass bis 2023 nur noch bis zu 4000 Stellen gestrichen werden und die Beschäftigungssicherung bis 2029 gilt. In der technischen Entwicklung will VW nicht an neuen Jobs sparen, sondern eher aufbauen. 2000 Jobs sollen dort entstehen, wo es um Software und Elektronik geht.

Schon im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite ein erstes großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30.000 Stellen vor, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3,7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

mg/dpa-afx

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