Donnerstag, 5. Dezember 2019

US-Schadenersatzklage Prevent fordert von Volkswagen 750 Millionen Dollar

Der Autozulieferer Prevent ist weltweit tätig und hat sich in der Vergangenheit so manchen Machtkampf mit Volkswagen geliefert

Der Volkswagen-Konzern ist von seinem US-Zulieferer Prevent Group auf eine Schadenersatzzahlung von mehr als 750 Millionen Dollar verklagt worden. Prevent wirft VW nach eigener Auskunft vor, größere Zulieferer in den USA mit unfairen Mitteln an der Übernahme kleinerer Firmen gehindert zu haben.

Diese hätten dem Wolfsburger Konzern gegenüber zusichern müssen, sich von Prevent nicht aufkaufen zu lassen. Mit dieser Praxis habe VW Kosten senken wollen.

Die kleinen Zulieferer hätten sich dem Autohersteller beugen müssen, andernfalls habe ihnen die Insolvenz gedroht. Die Klage wurde bei einem Bezirksgericht in Detroit eingereicht. Von VW war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Die Prevent-Gruppe hat mit rechtlichen Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Jahrelang stritt die Eigentümerfamilie Familie Hastor auch mit VW erbittert um Lieferkonditionen.

Der Lieferstopp zweier deutscher Prevent-Töchter brachte im Sommer 2016 die Produktion bei Volkswagen zum Erliegen. Seither löst sich Volkswagen schrittweise von sämtlichen Lieferverträgen, an denen Prevent-Tochterunternehmen beteiligt sind.

rei/Reuters

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