Nach Börsengang Drei Managerinnen sollen in Porsches Aufsichtsrat

Die Weichen für den Börsengang der Volkswagen-Tochter Porsche sind gestellt – auch personell: Sobald der Sportwagenbauer sein Debüt am Aktienmarkt gegeben hat, sollen drei prominente Managerinnen seinen Aufsichtsrat verstärken.
Demnächst im Porsche-Aufsichtsrat: Hauke Stars, Melissa Di Donato Roos und Micaela le Divelec Lemmi

Demnächst im Porsche-Aufsichtsrat: Hauke Stars, Melissa Di Donato Roos und Micaela le Divelec Lemmi

Foto: Malte Ossowski / Sven Simon / IMAGO; PR; Filippo Alfero / Getty Images for LAVAZZA

Seit Wochenanfang ist klar: Der Börsengang der Porsche AG wird kommen. Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns beschlossen nach langer Prüfung den Gang der Sportwagentochter an den Aktienmarkt. Es dürfte einer der größten Börsengänge in Europa werden.

Zugleich stellte die Volkswagen-Gruppe die Weichen für personelle Veränderungen im Aufsichtsrat von Porsche, die im Falle des Börsenganges wirksam werden sollen. So ist geplant, drei Managerinnen in den Aufsichtsrat der Porsche AG aufzunehmen: Micaela le Divelec Lemmi, Melissa Di Donato Roos und Hauke Stars (55).

Hauke Stars ist Mitglied des Volkswagen-Vorstands. Als Technologie- und Finanzmarktexpertin war sie zuvor von 2012 bis 2020 Mitglied im Vorstand der Deutschen Börse. Zudem gehört Stars bereits verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten an. Micaela le Divelec Lemmi war bis vor einiger Zeit CEO beim italienischen Luxus-Label Salvatore Ferragamo und sitzt gegenwärtig in verschiedenen Gremien, etwa dem Board des Kaffeemaschinen-Produzenten De'Longhi. Die gebürtige Amerikanerin Melissa Di Donato Roos ist Chefin des deutschen Softwareunternehmens Suse mit Sitz in Nürnberg.

"Ich freue mich, dass wir Micaela le Divelec Lemmi, Melissa Di Donato Roos und Hauke Stars für den Aufsichtsrat der Porsche AG gewinnen konnten", kommentierte Arno Antlitz, Chief Financial Officer, Chief Operating Officer und Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG, die Pläne. "Sie sind versierte Kennerinnen der Luxus- beziehungsweise Technologiebranche und werden den Weg der Porsche AG konstruktiv und kritisch begleiten.”

Wann es zum Einzug der drei Managerinnen in den Porsche-Aufsichtsrat kommen wird, ist noch unklar: Gewöhnlich dauert es von der offiziellen Ankündigung eines Börsenganges bis zur Erstnotiz rund vier Wochen. Vorstand und Aufsichtsrat von Volkswagen nannten als Zeitpunkt für den Börsengang von Porsche Ende September/Anfang Oktober, stellten dies jedoch unter den Vorbehalt der weiteren Entwicklung am Kapitalmarkt.

Das IPO von Porsche dürfte eines der größten der vergangenen Jahre in Europa werden. Bis zu 25 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien – das sind 12,5 Prozent des Grundkapitals – der Porsche AG sollen am Aktienmarkt platziert werden. Laut Finanzkreisen peilen VW und Porsche eine Bewertung von 60 bis 80 Milliarden Euro an, der Verkauf der Vorzugsaktien würde damit 7,5 bis 10 Milliarden Euro einbringen. Volkswagen dürfte bereits Vereinbarungen mit großen Investoren getroffen haben, um die Platzierung abzusichern.

cr
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