Samstag, 18. Januar 2020

Schrumpfender Gesamtmarkt, steigende VW-Verkäufe SUVs retten VW das Geschäft in China

VW T-Roc: Erfolg mit kleinen Stadt-SUV in China

Dank einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Stadtgeländewagen (SUV) hat der Autobauer Volkswagen 2019 in China trotz der Marktschwäche im Land zugelegt. Insgesamt wurden von der Marke VW inklusive der neuen Billigmarke Jetta 3,16 Millionen Fahrzeuge und damit 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr ausgeliefert, wie der Dax -Konzern am Freitag in Peking mitteilte.

Laut Daten des Branchenverbandes PCA (Passenger Car Association) war hingegen der zuvor jahrzehntelang nur nach oben zeigende Gesamtmarkt für Pkw in China im vergangenen Jahr zum zweiten Mal nacheinander geschrumpft. China ist der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autobauer.

Anleger reagierten erleichtert. Die Aktie von Volkswagen Börsen-Chart zeigen gehörte am Freitag in einem freundlichen Gesamtmarkt zu den stärksten Aktien im Dax.

Vor allem die Zahl der verkauften SUV zog bei VW mit einem Plus von 81,6 Prozent auf 812 500 Fahrzeuge deutlich an. Das waren 26 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke VW. Volkswagen profitierte dabei auch von der Markteinführung von Modellen wie dem T-Cross und dem Teramont X. Auch die Nachfrage nach Mittelklassewagen sei weiterhin hoch gewesen, hieß es. Der Konzern bleibe in disem Segment Spitzenreiter im chinesischen Markt. Im Premium-Segment in China hatte sich BMW Börsen-Chart zeigen mit einem zweistelligen Absatzplus an die Spitzenposition geschoben. Auch BMW setzt in China stark auf SUV.

Auslieferungen bei Nutzfahrzeugen gesunken

Auch die leichten Nutzfahrzeuge von VW mit Hauptsitz in Hannover meldeten am Freitag Auslieferungszahlen für 2019. Hier sank die Gesamtmenge weltweit um 1,6 Prozent auf 491 600 Wagen. Auf dem deutschen Heimatmarkt nahm sie um 0,8 Prozent ab, in Asien und im Pazifik-Raum war das Minus deutlich größer (13,4 Prozent). Besser lief es in Westeuropa (+0,5 Prozent) und Osteuropa (+8,8 Prozent).

Bei der spanischen VW-Tochter Seat gab es im vorigen Jahr deutliche Zuwächse. Die Marke nannte ein Plus bei den Neuzulassungen um insgesamt 10,9 Prozent auf zuletzt 574 100 Autos. Auch hier spielten Verkäufe von SUV-Modellen wie Arona, Ateca oder Tarraco eine zentrale Rolle - ihr Anteil an den Seat-Verkäufen lag bei über 44 Prozent.

la/dpa

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