Montag, 17. Juni 2019

Absatz sinkt im November, trotzdem ... Volkswagen auf Rekordkurs

Volkswagen liefert im November weniger Wagen aus, im Gesamtjahr steht aber ein Rekord an

Volkswagen Börsen-Chart zeigen steuert trotz der massiven Probleme bei der Umstellung auf schärfere Abgasregeln und der Folgen des Handelsstreits einen Rekordabsatz an. "Wir sind zuversichtlich, dass wir das Gesamtjahr trotz des herausfordernden Marktumfelds leicht über dem bisherigen Rekordniveau von 2017 abschließen werden", teilte Vertriebschef Christian Dahlheim am Freitag mit. Seit Jahresbeginn schlug der Konzern 9,9 Millionen Fahrzeuge los, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Rein rechnerisch würde der Absatz damit zum Jahresende bei 10,8 (Vorjahr 10,7) Millionen landen.

Im November lieferte der Konzern allerdings weltweit erneut weniger Fahrzeuge aus. Das Minus fiel jedoch nicht mehr so hoch aus wie in den beiden vorangegangenen Monaten seit Einführung des neuen Abgasmesszyklus WLTP Anfang September. Die Umstellung hatte bei Volkswagen für erhebliche Verzögerungen gesorgt, weil die Wolfsburger mit der Zertifizierung nicht nachkamen und Tausende Fahrzeuge zwischenparken mussten.

Inzwischen haben mehr Modelle das neue WLTP-Prüfsiegel und der Absatz kommt wieder in Gang. Vor der Umstellung waren die Auslieferungen stark gestiegen, weil Volkswagen Fahrzeuge mit dem alten Teststandard NEFZ mit Preisabschlägen verkaufte.

Im November schlug Volkswagen vor allem in Brasilien (plus 22,3 Prozent) und Russland (plus 22,8) mehr Fahrzeuge los als vor Jahresfrist. Dagegen schrumpften die Auslieferungen auf dem Heimatmarkt in Deutschland um knapp fünf Prozent und in den USA um acht Prozent. Auf dem größten Markt in China verkauften die Wolfsburger 7,3 Prozent weniger Fahrzeuge, weil sich die Kunden dort wegen des Handelsstreits mit den USA mit Autokäufen zurückhalten. Insgesamt sanken die Auslieferungen im vergangenen Monat um 5,4 Prozent auf rund 941.000 Einheiten.


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Den stärksten Rückgang im November verbuchte die Konzerntochter Audi - die Auslieferungen gaben um 16,7 Prozent auf 132.700 Autos nach. In den ersten elf Monaten des Jahres kam Audi auf ein Minus von 2,4 Prozent auf rund 1,66 Millionen Autos.

rtr/dpa/akn

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