Abgasskandal VW beantragt zwei Wochen Gnadenfrist

Kurz vor Ablauf eines Ultimatums im Abgasskandal hat VW eine Fristverlängerung bei einem US-Gericht beantragt. Die Anhörung sollte am Donnerstag stattfinden.
VW-Modelle bei der New York International Auto Show

VW-Modelle bei der New York International Auto Show

Foto: Justin Lane/ dpa

VW-Anwalt Robert Giuffra bat den zuständigen Richter Charles Breyer am Mittwoch (Ortszeit) um einen Aufschub von 14 Tagen, damit der Konzern einen Kompromiss im Konflikt um die Bereitstellung elektronischer Daten finden kann. Die Kläger - darunter das US-Justizministerium - schlossen sich dem Antrag an.

Richter Breyer hatte dem Autohersteller und der US-Umweltbehörde EPA im Februar ein Ultimatum bis zur Anhörung an diesem Donnerstag gesetzt. Er fordert Klarheit über die Herausgabe von für den Prozess relevanten Daten. Sollte die Frist verpasst werden, könnte Breyer anordnen, die Diesel-Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen.

Zudem will der Richter eine definitive Antwort von VW und dem US-Umweltamt, ob eine Einigung auf einen Plan zur Umrüstung der etwa 580.000 Diesel möglich ist, die allein in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffen sind.

Eine Volkswagen-Sprecherin wollte sich nicht zum Stand der Gespräche äußern. VW hatte vor fast sechs Monaten zugegeben, Abgaswerte durch eine Software geschönt zu haben.