Dienstag, 2. Juni 2020

Corona-Krise Volkswagen-Konzern setzt im April 45 Prozent weniger Autos ab

Volkswagen-Konzern: Absatz fällt im April um 45 Prozent
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Volkswagen-Konzern: Absatz fällt im April um 45 Prozent

Die Coronavirus-Pandemie hat die Verkaufszahlen von Volkswagen Börsen-Chart zeigen massiv einbrechen lassen. Im April gingen weltweit mit 473.500 Fahrzeugen 45,4 Prozent weniger an die Kunden als vor einem Jahr, teilte der Wolfsburger Konzern am Freitag mit. Besonders stark war der Rückgang in Westeuropa, wo die Fahrzeugwerke zum Schutz vor der Coronavirus-Pandemie stillstanden und der Autohandel geschlossen hatte. Dort fielen die Auslieferungen um mehr als drei Viertel auf 75.800 Einheiten.

Ebenso stark fiel der Rückgang in Südamerika aus, wo das Virus ebenfalls grassiert. In Nordamerika halbierte sich der Absatz. Einziger Lichtblick war China, wo sich Volkswagen um ein Prozent steigerte, weil dort die Produktion wieder läuft und die Kundschaft zu den Händlern zurückgekehrt ist. Seit Jahresbeginn schlug der Konzern weltweit knapp 2,48 Millionen Fahrzeuge los, minus 28,6 Prozent.


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Bei der Kernmarke VW Pkw stand im April weltweit ein Minus von 38,3 Prozent auf 300.500 Autos zu Buche, bei Audi lag das Minus mit 41,3 Prozent auf 82.400 Autos noch etwas höher. Porsche lieferte mit 16.300 Autos gut ein Drittel weniger Sportwagen und SUVs aus.

Die Lkw-Marken MAN und Scania, die VW in der Nutzfahrzeugholding Traton bündelt, kamen noch schwerer unter die Räder. MAN lieferte mit rund 4400 Lkws und Bussen 62,6 Prozent weniger aus, Scania kam mit 3000 Fahrzeugen auf ein Minus von 66,6 Prozent.

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Die Pandemie setzt der gesamten Autobranche zu. Volkswagen, Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen rechnen im zweiten Quartal operativ mit roten Zahlen. Zehntausende Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Inzwischen läuft die Produktion in Europa langsam wieder an. Die Nachfrage ist wegen der Angst vor einer Rezession jedoch äußerst schleppend. Tausende Autos werden daher auf Halde produziert.

rtr/dpa/akn

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