Klaus Zellmer ersetzt Jürgen Stackmann Porsches US-Chef wird neuer Vertriebsvorstand bei Volkswagen

Schon seit Monaten wird über die Ablösung von VWs Vertriebschef Jürgen Stackmann spekuliert. Wie das manager magazin nun erfuhr, wird Porsches US-Chef Klaus Zellmer seinen Posten übernehmen.
Klaus Zellmer: Der Manager hat derzeit den Posten als Porsches US-Chef inne - dieser gilt als Sprungbrett innerhalb des VW-Konzerns

Klaus Zellmer: Der Manager hat derzeit den Posten als Porsches US-Chef inne - dieser gilt als Sprungbrett innerhalb des VW-Konzerns

Der Autobauer Volkswagen bekommt einen neuen Vertriebsvorstand. Porsches USA-Chef Klaus Zellmer werde in Wolfsburg den schon länger umstrittenen Jürgen Stackmann (58) ablösen, bestätigten mehrere Beteiligte gegenüber dem manager magazin. Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

Über Stackmanns Rückzug war seit einigen Monaten spekuliert worden. Er war über Vorstandspositionen bei Skoda und Seat 2015 als Vertriebschef zu VW gekommen und galt in Wolfsburg lange als Garant für die positive Entwicklung der Marke VW in den letzten Jahren. Zuletzt war er aber in die Kritik geraten. Unter anderem habe es im Vorstand unterschiedliche Auffassungen darüber gegeben, wie stark der Verkauf mit Rabatten angekurbelt werden müsse, heißt es im Unternehmen. Auch auf der Kapitalseite des Aufsichtsrats habe es Stimmen gegen Stackmann gegeben.

Zellmer führt Porsches Nordamerika-Organisation seit 2015. Die Position als USA-Chef gilt intern als Karrieresprungbrett. Zellmers Vorgänger Detlef von Platen (56) ist heute Vertriebsvorstand der Porsche AG. Und Peter Schwarzenbauer (60) wechselte aus der US-Zentrale in Atlanta 2008 zu Audi und übernahm dort die Spitze des Vertriebs. Später übernahm er verschiedene Vorstandspositionen beim Konkurrenten BMW.

Volkswagen ist wegen der Corona-Krise tief in die roten Zahlen geraten. Im zweiten Quartal verbuchte der weltgrößte Autobauer vor Sondereinflüssen einen Betriebsverlust von 1,7 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 5,1 Milliarden zu Buche gestanden. Der Umsatz brach im Zeitraum April bis Juni wegen des rasant gesunkenen Absatzes um 37 Prozent auf 41 Milliarden Euro ein, im ersten Halbjahr betrug der Rückgang 23 Prozent auf 96 Milliarden Euro.

In den USA musste Porsches USA-Chef Zellmer für das zweite Quartal einen heftigen Absatzeinbruch hinnehmen. Mit 12.200 Fahrzeugen verkaufte der Sportwagenhersteller rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hauptursache war natürlich auch hier die Corona-Krise.

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