Montag, 16. September 2019

Grundsatzeinigung im Dieselskandal, aber VW-Chef Müller muss jetzt diese Frau fürchten

EU-Justizkommissarin Vera Jourova

2. Teil: Grundsatzeinigung auf "erhebliche Entschädigung" mit US-Privatklägern

... so hat Volkswagen einen weiteren Vergleich mit US-Klägern ausgehandelt. Man habe sich im Grundsatz mit Behörden und Kunden über Reparaturen, Rückkäufe und Entschädigungen bei gut 80.000 Dieselwagen geeinigt, verkündete der zuständige US-Richter Charles Breyer bei einer Anhörung in San Francisco. Breyer sprach von einer "erheblichen Entschädigung".

Volkswagen begrüßte den Kompromiss in einer Stellungnahme. Bereits am Dienstag hatte man sich mit den US-Behörden darauf verständigt, Rückkaufe für etwa 20.000 ältere der betroffenen Fahrzeuge mit 3,0-Liter-Dieselmotoren der Konzerntochter Audi anzubieten. Bei den restlichen Autos erhält VW zunächst die Chance zur technischen Umrüstung. Sollte dies scheitern, stehen auch hier Rückkäufe an.

Wer bei der Anhörung am Donnerstag - die wegen einer Verspätung der VW-Anwälte erst mit etwas Verzögerung starten konnte - auf weitere Einzelheiten des angestrebten Vergleichs hoffte, wurde enttäuscht. Breyer gab lediglich erneut zu Protokoll, dass sich der Konzern mit den Fahrzeugbesitzern auf die Zahlung "substanzieller Entschädigungen" verständigt habe. Die Details der Einigung sollen bis Ende Januar ausgearbeitet werden. Dann wird der Richter die Vorschläge prüfen, bevor er am 14. Februar 2017 über seine vorläufige Zustimmung entscheidet.

Damit ist der Fall für VW in den USA aber noch nicht ausgestanden - es drohen weiterhin strafrechtliche Konsequenzen der US-Justiz.

VW erzielt eine Grundsatzvereinbarung über einen Vergleich mit geschädigten Verbrauchern in den USA
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