1000 Elektroautos für griechische Insel Volkswagens Traum von der elektrifizierten Insel Astypalea

Der Volkswagen-Konzern will den "Schmetterling der Ägäis" elektrifizieren. Die Insel Astypalea bekommt 1000 Elektroautos wie VW ID.3 für ein Modellprojekt.
Auf dem Scribble steht schon Volkswagens Traum von einer durch und durch elektrifizierten Insel

Auf dem Scribble steht schon Volkswagens Traum von einer durch und durch elektrifizierten Insel

Foto: Volkswagen

Volkswagen und die griechische Regierung wollen die Mittelmeerinsel Astypalea  zu einem Modell für klimaneutrale Mobilität machen. Dazu soll die Energieversorgung auf regenerative Quellen wie Sonne und Windkraft umgestellt und lokal erzeugt werden. Das erklärte Vertreter von Volkswagen und der griechischen Regierung am Mittwoch bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung.

Die rund 1500 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren auf der Insel werden durch rund 1000 Elektroautos ersetzt, deren Kauf staatlich subventioniert wird. Mitfahrdienste und Car-Sharing sollen das bislang kaum entwickelte öffentliche Nahverkehrssystem ergänzen und attraktiver machen. Dadurch soll der Individualverkehr insgesamt verringert werden.

Die griechische Regierung sieht das Projekt als Teil der Strategie zur Senkung des CO2-Ausstoßes in dem Land. "Wir zeigen der Welt, wie es gehen kann", sagte der stellvertretende Außenminister Konstantinos Fragogiannis (61).

VW will mit E-Autos für Astypalea keine Gewinne machen

Volkswagen stellt die Elektroautos zu den eigenen Kosten bereit und investiert in die Infrastruktur, wie etwa Ladestationen und den Aufbau der Mobilitätsdienste. Der Autobauer verzichte bei den Autos auf eine Gewinnmarge, sagte Konzernchef Herbert Diess (62) - mit anderen Worten: VW gibt die Autos für ein Schaufensterprojekt zum Selbstkostenpreis weiter.

Malerisches Dorf Astypalea: Die griechische Insel gilt als "Schmetterling der Ägäis"

Malerisches Dorf Astypalea: Die griechische Insel gilt als "Schmetterling der Ägäis"

Foto: Dedi / imago images / Panthermedia

Mit dem Projekt wolle man zeigen, dass klimaneutrale Mobilität für alle möglich sei, betonte Diess. Fragogiannis bezifferte die Kosten für den griechischen Haushalt auf acht bis zehn Millionen Euro.

Astypalea  liegt in der südlichen Ägäis, hat eine Fläche von etwa 100 Quadratkilometern - vergleichbar mit der Insel Sylt - und zählt rund 1300 Einwohner. Etwa 72.000 Touristen besuchen das Eiland jedes Jahr.

rei/Reuters
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