Dienstag, 25. Juni 2019

VW-Tochter kauft sich frei, Porsche SE senkt Gewinnprognose Audi zahlt 800 Millionen Euro Bußgeld wegen Diesel-Verstößen

Audi A6: Die Staatsanwaltschaft hatte die V6- und V8-Dieselmotoren im Blick

Die Staatsanwaltschaft München hat ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro gegen den Autohersteller Audi wegen Verstößen bei Dieselfahrzeugen verhängt. Grund seien "Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben" bei V6/V8-Dieselaggregaten, wie der VW -Konzern am Dienstag mitteilte.

Die Audi AG hat den Bußgeldbescheid akzeptiert und will keinen Widerspruch einlegen. Mit Zahlung des Bußgeldes endet demnach das Verfahren der Staatsanwaltschaft München gegen Audi wegen des Verkaufs von manipulierten Dieselautos.

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Audi senkt angesichts des von der Staatsanwaltschaft verhängten Bußgelds seine finanziellen Ziele für das laufende Jahr. "Unter Einbeziehung der Sondereinflüsse aus dem Bußgeldbescheid wird der Audi Konzern wesentliche finanzielle Spitzenkennzahlen aus seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2018 deutlich unterschreiten", teilte Audi mit. In welcher Höhe die Ziele unterschritten werden, blieb zunächst offen.

Das Bußgeld dezimiert auch "unmittelbar" das Konzernergebnis von Volkswagen, wie die Audi-Mutter in Wolfsburg mitteilte. Auch die mit 30,8 Prozent an VW beteiligte Porsche SE wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Sie rechnet für 2018 aber immer noch mit einem Nettogewinn von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro.

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Bei den Ermittlungen ging es um V6- und V8-Dieselmotoren von Audi aus den Jahren seit 2004. Zudem warf die Staatsanwaltschaft Audi vor, "nicht erkannt zu haben", dass in zwei von Volkswagen entwickelten Dieselmotoren-Typen Software verbaut war, die den Schadstoffausstoß auf dem Prüfstand drosselte.

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