Video-Urlaubsstunt des VW-Chefs Herbert Diess – der Mann, der über dem Mittellandkanal schwebt

In einer Video-Urlaubsbotschaft nimmt VW-Chef Herbert Diess Anleihen bei Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Diess schwebt mit einem Hydrofoil über dem Wasser vor den Werkstoren. Für den PR-Stunt warf sich Diess in einen Neoprenanzug.
Kann auch nicht übers Wasser gehen, aber im Hydrofoil darüber schweben: Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (62)

Kann auch nicht übers Wasser gehen, aber im Hydrofoil darüber schweben: Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (62)

Foto: @Herbert_Diess / Twitter

Eines muss man den Social-Media-Leuten rund um Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (62) lassen: Das laut Berichten aus drei Mitarbeitern bestehende Team weiß, wie man den Chef von Deutschlands wichtigstem Autohersteller in Szene setzt. Ob er sich nun neben Elon Musk ans Steuer setzt wie vor einigen Monaten in einem LinkedIn-Video, lächelnd die neuen Modelle des Konzerns probefährt oder zur Italien-Urlaubstour im ID.3 mit seiner Tochter aufbricht: Diess' Videos geben dem mit 62 Jahren nicht mehr ganz jungen CEO einen Anstrich als cooler, nahbarer Manager, der an seinem Job auch Spaß hat.

Nun setzt Diess noch eins drauf: Erst heute hat Europas größter Autohersteller exzellente Zahlen fürs Halbjahr verkündet, die Werksferien haben längst begonnen – und Diess will die VW-Truppen mit sportlichen Grüßen bei Laune halten. Das legt zumindest sein jüngstes Twitter-Video nahe, in dem der Chef rasend im Neoprenanzug zu sehen ist – auf einem Elektro-Hydrofoil, das die VW-Tochter Audi entwickelt hat und das laut Diess demnächst auf den Markt kommen soll.

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Audis "e-tron e-foil " ist ein elektrisch angetriebenes Wassersportgerät, das einem Surfbrett ähnelt, zum Antrieb aber einen sogenannten Stabilisator unterhalb der Wasseroberfläche nutzt. Der Stabilisiator ist über eine längere Finne mit dem Surfbrett verbunden. Der bildgewaltige Effekt: Auf seinem Elektrofoil muss Herbert Diess nicht über Wellen springen – er schwebt förmlich über sie hinweg. Diess nutzt das Sportgerät dazu, durch das Hafenbecken des Mittellandkanals neben dem Wolfsburger Stammwerk von VW zu pflügen. Es gelingt ihm dabei, seinen Mitarbeitern für ein "sensationelles erstes Halbjahr" zu danken und ihnen einen erholsamen (Rest-)Urlaub zu wünschen. Im Vergleich zu Konzernlenkern wie Richard Branson oder Jeff Bezos, die im Astronautenanzug ins All aufbrechen, begnügt sich Diess mit dem Neoprenanzug und macht es ein paar Nummern kleiner. Auch das soll auf das Konto "bodenständig" einzahlen.

Welche Lehren Volkswagen aus Zuckerbergs Wakeboard-Stunt zog

Der intern bei VW produzierte Clip über den Sport-Stunt, für den VW einen Drohnenpiloten engagiert hat, dürfte für hohe Klickzahlen sorgen. Die Idee zum Einsatz eines solchen Sportgeräts hatten vor Diess auch schon andere Unternehmenslenker: Facebook-Chef Mark Zuckerberg (37) schwebte in einem Video zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli ebenfalls übers Wasser – auf einem Wakeboard, mit US-Flagge in der Hand, unterlegt mit pathetischer Musik.

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Dafür erntete Zuckerberg allerdings heftige Kritik. Die wehende Flagge erinnerte Kommentatoren etwa an Oligarchen, die keine Steuern zahlen, dafür aber gerne ihr Fähnchen in den Wind halten – oder so ähnlich.

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Gut also, dass Diess die VW-Flagge und Hintergrundmusik weggelassen hat – und das Logo des Konzerns nur zwei Mal kurz im Hintergrund zu sehen ist.

wed
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