Konzernumbau VWs Nobelmarke Bentley wird Audi zugeschlagen

Volkswagens "Super Premium"-Segment könnte demnächst nur noch aus Porsche bestehen. Von der Nobelmarke Bugatti will sich Konzernchef Herbert Diess bekanntlich trennen und die Luxusmarke Bentley soll nun offenbar dem Bereich Audi unterstellt werden.
Bentley Continental GT: Die Marke soll nun Audi und nicht mehr Porsche zugeordnet werden

Bentley Continental GT: Die Marke soll nun Audi und nicht mehr Porsche zugeordnet werden

Foto: Martin Meissner/ AP

Volkswagen treibt den Konzernumbau voran und unterstellt die britische Luxusautomarke Bentley einem Zeitungsbericht zufolge ab 2021 der Ingolstädter Tochter Audi. Das meldet die "Automobilwoche" laut Vorabbericht vom Sonntag unter Berufung auf Konzernkreise. Bisher lag die Verantwortung für Bentley im VW-Konzernvorstand bei Porsche-Chef Oliver Blume (52). Bentley solle nun enger mit Audi verzahnt werden, schreibt das Fachblatt.

So könnte etwa das in Ingolstadt gerade gestartete Artemis-Projekt auch den Bausatz für eine geländegängige Edellimousine der neuen Audi-Tochter liefern. Die Projektgruppe "Artemis" ist für Forschung und Entwicklung zuständig. Volkswagen wollte den Bericht am Sonntag auf Anfrage nicht kommentieren.

Überlegungen zu einer weiteren Verschlankung des VW-Konzerns gibt es bereits länger. Vorstandschef Herbert Diess (62) sagte 2018, Ausgliederungen seien "denkbar" - jedoch ebenso Erweiterungen. Wie das manager magazin berichtete , will VW beispielsweise die Luxusmarke Bugatti an den kroatischen Sportwagenbauer Rimac verkaufen.

Im Rahmen einer Strukturreform waren die Luxusmarken Bugatti, Bentley und Porsche im größten Autokonzern der Welt in die Untergruppe "Super Premium" eingegliedert worden. Die "Premium"-Gruppe bilden Audi sowie die über die Ingolstädter Tochter gehaltenen italienischen Hersteller Lamborghini und Ducati. Die wichtigste Gruppe "Volumen" umfasst die Kernmarke VW, Skoda, Seat und die leichten VW-Nutzfahrzeuge. Die Lkw- und Busbauer MAN und Scania sind in der Traton-Holding organisiert.

mg/dpa-afx/Reuters
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