Minus 40 Prozent im April VWs Verkaufszahlen brechen weiter ein

Der Volkswagen-Konzern hat im April bei den Auslieferungen einen weiteren schweren Einbruch erlitten. Weltweit lieferte das Unternehmen knapp 40 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im Vorjahresmonat. Besonders betroffen ist der größte Absatzmarkt der Wolfsburger.
Autoturm in Wolfsburg: Fast alle Marken des Volkswagen-Konzerns verbuchen hohe zweistellige Verkaufsrückgänge

Autoturm in Wolfsburg: Fast alle Marken des Volkswagen-Konzerns verbuchen hohe zweistellige Verkaufsrückgänge

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Swen Pförtner / dpa

Die Lockdowns in China und der anhaltende Halbleitermangel haben die Auslieferungen von Volkswagen stark einbrechen lassen. Der Konzern brachte im April weltweit 516.500 Fahrzeuge zu den Kunden, das sind 37,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie Volkswagen am Freitag mitteilte. Bereits im ersten Quartal hatte Volkswagen nur 1,9 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, das waren knapp 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

In China, dem größten Markt der Wolfsburger, fielen die Auslieferungen wegen der Produktionseinschränkungen bei der Pandemie-Bekämpfung um die Hälfte. Aber auch in anderen Regionen verkaufte der Autobauer deutlich weniger als im Vorjahresquartal. Am stärksten sank der Absatz in Zentral- und Osteuropa (minus 55,5 Prozent), um ein Viertel fiel er in Nordamerika und um rund 30 Prozent auf dem Heimatmarkt in Westeuropa.

Bis auf den Luxusportwagenhersteller Lamborghini verbuchten alle Marken des Konzerns hohe zweistellige Verkaufsrückgänge. Bei der Hauptmarke VW Pkw ging es um 40 Prozent herunter, bei der tschechischen Schwester Škoda waren es 37,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, und bei der spanischen VW-Tochter Seat belief sich das Minus auf 32 Prozent. Bei Audi gingen die Auslieferungen um 40 Prozent zurück, bei der renditestarken Sportwagentochter Porsche betrug das Minus 16 Prozent.

Auch die zum Konzern gehörenden Lkw- und Bushersteller MAN und Scania schlugen weniger los. Die Traton-Holding für schwere Nutzfahrzeuge verkaufte rund ein Fünftel weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Insgesamt schrumpfte der Absatz von Europas größtem Automobilkonzern in den ersten vier Monaten um mehr als ein Viertel auf 2,4 Millionen Fahrzeuge.

hr/DPA, Reuters