Luxuriös vernetzt Mobile Dienste für die Auto-Oberklasse

Automatische Unfallwarnungen, E-Mails per Spracherkennung und virtuelle Assistenten für die letzte Meile: Seit Jahren experimentieren Premium-Autohersteller mit den neuen Möglichkeiten schneller Datenverbindungen. Was Fahrzeuge im Luxussegment bereits bieten.
Mobiles Büro: Dank neuer Vernetzungstechnik lässt sich hier bequem arbeiten

Mobiles Büro: Dank neuer Vernetzungstechnik lässt sich hier bequem arbeiten

Foto: Brabus

Hamburg - Während der Hot-Stone-Massage im Wagen ein kurzes Beratungsgespräch mit der Personal Shopperin führen, während der Concierge-Service schon mal die Opernkarten für den Abend klar macht: Neben immer ausgefeilteren Sicherheits- und Assistenzsystemen bringt die Vernetzung von Automobilen diverse Annehmlichkeiten mit sich - vor allem im Premiumbereich.Welche Angebote Premiumhersteller ihren Kunden heutzutage schon bieten, und was geplant ist, zeigt folgender Überblick.

Das Büro im Fonds: Hotspot on Tour

Fast alle großen Hersteller bieten für ihre Wagen mittlerweile einen umfassenden Internetservices an. Bei BMW  beispielsweise können über den Car-Hotspot bis zu acht Endgeräte mit Hochleistungsgeschwindigkeit im Internet surfen.

Neben Nachrichten, die man sich bei Bedarf auch vorlesen lassen kann, und umfassenden Entertainmentangeboten gibt es diverse Services, die die Arbeit von unterwegs aus erleichtern sollen. So kann man man vom Fahrersitz aus Telefonkonferenzen führen oder per Spracherkennung SMS und Mails versenden. Und gibt es technische Probleme, soll künftig auch die heimische Werkstatt den Wagen fernwarten können. - Weitere Angebote:

Concierge-Service für Premiumkunden

Hotelzimmer, Flugbuchung, Theaterkarten: Der Concierge-Service hilft

Hotelzimmer, Flugbuchung, Theaterkarten: Der Concierge-Service hilft

Foto: Corbis

Vor allem in den USA und in China können Fahrer von Premiumfahrzeugen noch auf einen besonderen Service zurückgreifen: Rund um die Uhr steht ihnen hier - sofern gewünscht - ein telefonischer Concierge-Service zur Verfügung, der auf Zuruf gerne Hotels, Flüge oder Mietwagen bucht.

Sollten etwa Daimler-Kunden in den USA Probleme haben, am Ankunftsort ihr Ziel zu finden, können sie sich per Knopfdruck die Hilfe eines virtuellen Co-Piloten holen - eines Spezialisten, der entweder einfach die richtige Adresse auf das Navi lädt oder mündlich selbst Anweisungen gibt, bis das Ziel erreicht ist.

Alles im Griff - in Echtzeit

Übersicht: Wo ist die nächste freie Ladestation?

Übersicht: Wo ist die nächste freie Ladestation?

Foto: BMW

Braut sich da ein Stau zusammen? Wo ist die nächste freie Ladestation für den elektrobetriebenen Wagen? Was kostet der Sprit an der nächsten Tankstelle? Wo ist das nächste Parkhaus? Und sind darin noch Plätze frei ? Auch für solche praktischen Dinge gibt es für Oberklassekunden bereits Hilfe. In Parkhäusern übrigens wird vielen Reisenden künftig wohl das Zücken der Geldbörse erspart bleiben. Pilotversuche für bargeldloses Zahlen laufen bereits.

Entspannt durch den Stau

Sicherheit: Künftig sollen sich Fahrzeuge gegenseitig vor Gefahren warnen

Sicherheit: Künftig sollen sich Fahrzeuge gegenseitig vor Gefahren warnen

Foto: BMW

Wenn man im Stau oder an der Ampel festsitzt, macht sich Vernetzung bezahlt. Die automatische Distanzregelung in vielen Fahrzeugen macht schon jetzt das Fahren stressfreier. Künftig soll dank der sogenannten Car-to-X-Technologie die Vernetzung aber noch weiter reichen: Testversuche, wie sich Autos gegenseitig vor Gefahren warnen können, laufen bereits.

Und auch mit der Infrastruktur soll die Kommunikation verbessert werden. So sollen Wagen sich per Ampelphasenasistent künftig automatisch an grüne Wellen anpassen. Die Restwartezeit an Ampeln soll ebenfalls im Cockpit angezeigt werden. Und auch die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs sollen künftig in die Angebote integriert werden.

Bei Ankunft Ausgehtipps

Foto: Daimler

Facebook, Filme, Ausgehtipps - auch was Netzwerken und Freizeitvergnügungen angeht, sind die Premumhersteller ausgerüstet - die meisten allerdings nur mit ausgewählten Angeboten. Und wie es am Zielort so aussieht, kann man sich dank Google Earth meist auch schon mal anschauen.

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