VDA-Prognose Deutscher Automarkt soll in diesem Jahr um 8 Prozent wachsen

Nach dem Corona-Horrorjahr dürfen deutsche Autohändler jetzt auf einen Schub offen: Der Branchenverband VDA rechnet mit deutlichem Wachstum in diesem Jahr - von einem niedrigen Ausgangsniveau, wohlgemerkt.
Vom Regen in den Aufschwung: Das zweite Halbjahr soll am deutschen Automarkt eine Besserung bringen, insgesamt sollen die Verkäufe laut VDA in diesem Jahr um 8 Prozent zulegen

Vom Regen in den Aufschwung: Das zweite Halbjahr soll am deutschen Automarkt eine Besserung bringen, insgesamt sollen die Verkäufe laut VDA in diesem Jahr um 8 Prozent zulegen

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum des deutschen Automarkts von rund acht Prozent. Allerdings sei das Ausgangsniveau des Vorjahres aufgrund der Corona-Krise besonders niedrig, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller (53) am Dienstag in Berlin mit. Rund 2,9 Millionen Autos wurden im vergangenen Jahr in Deutschland zugelassen. 2021 sollen es laut Müller rund 3,15 Millionen Pkw sein. Vom Vorkrisen-Niveau wären solche Zahlen allerdings weit entfernt. Im Jahr 2019 hatte es 3,6 Millionen Neuzulassungen gegeben.

"Wir gehen davon aus, dass das zweite Halbjahr 2021 eine Besserung bringen wird, wenn die Fortschritte beim Impfen so groß sind, dass die Pandemie im Alltag spürbar eingedämmt werden kann", sagte Müller.

Der VDA gab am Dienstag einen Ausblick auf die bestimmenden Themen des laufenden Jahres. Neben der Corona-Krise seien das auch die Klimaziele des Landes und der EU. Um diese zu erreichen, brauche es nicht weitere Schließungen und Verbote, sondern technische Innovationen. "Europa braucht diesen Innovationswettbewerb und eine aktive Industriepolitik, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig Wachstum und Beschäftigung zu sichern", hieß es.

Müller forderte erneut, das europäische Ladesäulennetz für Elektroautos auszubauen und die EU-Mobilitätsstrategie zu erweitern um synthetische Kraftstoffe und den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.

wed/dpa-afx