US-Gericht erspart GM Milliardenforderungen GM für defekte Zündschlösser nicht haftbar

Von mm-newsdesk
GM-Spitze: Die Entscheidung dürfte Konzernchefin Mary Barra freuen

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Im Skandal um fehlerhafte Zündschlösser kann General Motors (GM) nicht haftbar gemacht werden. GM müsse nicht mit dutzenden von Klagen im Zusammenhang mit der Verschleierung von Defekten an Zündschlössern rechnen, erklärte US-Insolvenzrichter Robert Gerber am Mittwoch. Damit kann GM mögliche milliardenschwere Haftungsansprüche wie auch die Kosten für zahlreiche Gerichtsverfahren vermeiden.

Der US-Autobauer und Opel-Mutterkonzern hatte Anfang 2014 wegen defekter Zündschlösser 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, obwohl der Defekt im Konzern schon seit Jahren bekannt war. GM hatte argumentiert, mit der Insolvenz nach Chapter 11 2009 gegen Klageansprüche bei Fahrzeugen geschützt zu sein. Kläger in dem Rechtsverfahren hatten dagegen betont, das Unternehmen habe ihre verfassungsmäßigen Rechte verletzt, indem es den Defekt nicht offengelegt habe.

Die Kläger müssen nun ihre Ansprüche an das finanzielle klamme "alte" GM richten. Die Insolvenz 2009 hatte den Konzern praktisch geteilt. In das "alte" GM wurden die toxischen Vermögenswerte gepackt, während das "neue" GM die profitablen Geschäftsbereiche übernahm. Zudem erkannte das "neue" GM die meisten produktbasierenden Reklamationen an Fahrzeugen in Zeiten vor der Pleite nicht an.

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