Freitag, 18. Oktober 2019

Tankkstellennetz Diese Landkarten zeigen, warum Wasserstoffautos (noch) keine Chance gegen Elektroautos haben

Vorteil Elektroauto: Links das "Netz" von Wasserstofftankstellen, rechts die Ladestationen für Batteriewagen. Die grün gekennzeichneten Wasserstoffstationen sind in Betrieb, die roten werden gewartet oder sind gestört. Die grauen Säulen sind geplant. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Wasserstoff gilt als eine Energiequelle für das Auto der Zukunft, doch wo um Himmels willen sollen Fahrer ihren Wagen betanken? Ein Vergleich der Tankstellennetze zeigt, wie groß der Rückstand der Wasserstoff-Infrastruktur gegenüber dem Elektroauto-Ladenetz ist.

Hamburg - Toyota Börsen-Chart zeigen ist mit seinem neuen Wasserstoffauto FCV ein Star des Autosalons in Paris. Doch Daimler-Chef Dieter Zetsche und Nissan-Boss Carlos Ghosn kritisieren den Vorstoß der Japaner - die Branche solle gemeinsam Alternativen zu Benzin und Diesel aufbauen anstatt sich Konkurrenz zu machen. Daimler Börsen-Chart zeigen und Nissan Börsen-Chart zeigen setzen derzeit stärker auf Elektroautos.

Wasserstoff-Kritiker führen seit jeher die mangelhafte Infrastruktur gegen die Technik ins Feld. Der Vergleich der Tankstellennetze zeigt: Für Wasserstoffautos gibt es in Deutschland derzeit nur acht einsatzfähige Tankstellen, wie die Landkarte der Initiative Clean Energy Partnership (CEP) zeigt. Einige weitere sind geplant oder außer Betrieb.

Die CEP will dazu beitragen, dass die Zahl der Wasserstofftankstellen bis Ende 2015 auf 50 steigt. Der Initiative aus Politik und Industrie gehören unter anderem die Konzerne Linde Börsen-Chart zeigen, Siemens Börsen-Chart zeigen und Shell Börsen-Chart zeigen an. Wasserstoff lässt sich per Elektrolyse aus Strom und Wasser herstellen.

Für Batterie-Elektroautos gibt es in Deutschland dagegen bereits Tausende öffentliche Ladesäulen, wie die Karte des Anbieters Plugfinder zeigt. Laut Konkurrent Chargemap gibt es 2646 Ladestationen mit 7626 Anschlüssen.

Die Ladesäulen-Installation kostet meist nur einen niedrigen fünfstelligen Betrag, während für eine Wasserstofftankstelle mehr als eine Million Euro veranschlagt werden. Zudem lassen sich Elektroautos in der heimischen Garage oder am Arbeitsplatz an einfachen Ladevorrichtungen oder gar normalen Steckdosen aufladen.

Wasserstoff-Befürworter glauben vor allem deshalb an die Technik, weil sich der Wagen in wenigen Minuten betanken lässt und die Reichweite mehr als 500 Kilometer beträgt. Dagegen befüllet die derzeit leistungsstärkste Ladesäule - Teslas Supercharger - das Elektroauto in 30 Minuten mit Strom, der den Wagen nur 270 Kilometer weit bringt.

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