Mittwoch, 18. September 2019

US-Fahrdienst an Konkurrent Careem interessiert Uber will Prinz Al-Walid-Beteiligung kaufen

Fahrdienstvermittler "Uber" will mit Konkurrenten Careem Nahost-Geschäft ausbauen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber will einem Medienbericht zufolge seinen Konkurrenten Careem aufkaufen. Just im Vorfeld des geplanten Börsengangs wolle Uber etwa 3,1 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) für den Nahost-Experten zahlen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Kauf solle am Dienstag offiziell angekündigt werden.

Careem mit Sitz im Emirat Dubai arbeitet nach eigenen Angaben mit einer Million Fahrern in 90 Städten in Nahost zusammen. Rund 30 Millionen Menschen nutzen den eigenen Angaben zufolge den Fahrdienst. Anteilseigner von Careem wie die Beteiligungsgesellschaft des saudischen Prinzen Al-Walid bin Talal und das japanische E-Commerce-Unternehmen Rakuten seien gefragt worden, bis Montagabend den Bedingungen eines Kaufes zuzustimmen, heiß es in dem Bericht.

Der Kaufpreis solle sich aus 1,4 Milliarden Dollar in bar sowie 1,7 Milliarden Dollar in Wandelanleihen zusammensetzen, schrieb Bloomberg weiter und berief sich dabei auf ein vorliegendes Vertragsdokument. Die Papiere sollen demnach in Uber-Aktien wandelbar sein zu einem Preis, der 55 Dollar je Uber-Aktie entspreche.


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Uber selbst steht kurz vor dem Börsengang. Ein Trmin ist zwar noch nicht festgelegt, Branchenkenner rechnen aber damit, dass Uber im April den Gang ans Parkett vollzieht. Der US-Dienst könnte Schätzungen zufolge mit bis zu 120 Milliarden Dollar bewertet werden.

dpa-afx/AFP/akn

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