Dienstag, 22. Oktober 2019

Autonomes Fahren Toyota investiert eine halbe Milliarde Dollar in Uber

Toyota: Der Minivan Sienna soll mit Uber-Technologie ausgestattet werden

Der japanische Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen setzt in der Entwicklung des autonomen Fahrens auf eine erweiterte Partnerschaft mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber. Man wolle 500 Millionen US-Dollar in Uber investieren, wie Toyota am Dienstag in Tokio mitteilte. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits in anderen Bereichen zusammen. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" über den neuen Deal berichtet.

Mit dem Einstieg bei Uber suchen die Japaner den Anschluss an die Konkurrenz. Aktuell liegen im Rennen um die neue Technologie noch der US-Autokonzern General Motors Börsen-Chart zeigen und die Alphabet-Tochter Waymo vorn.

Als Teil des Abkommens wird Toyota Minivans vom Typ Sienna mit der selbstfahrenden Technologie von Uber ausstatten, die dann wiederum beim Fahrdienstvermittler in einem Pilotprojekt ab 2021 getestet werden sollen. Sobald die Roboterautos in Serie produziert werden, soll ein drittes Unternehmen die Flotte übernehmen und betreiben.

Die Partnerschaft mit Uber spiele eine "entscheidende Rolle bei der Verwirklichung des autonomen Fahrens in großem Maßstab", erklärte Toyota. Schon 2016 hatte die Tochter Toyota Financial Services in Uber investiert - wie viel, wurde nicht bekannt. Die jetzt geschlossene Vereinbarung sei ein wichtiger Schritt bei der Umwandlung Toyotas in ein Mobilitätsunternehmen.

Auch Uber kann die Schützenhilfe durch Toyota gut gebrauchen: Nach einem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden SUV des Fahrdienstvermittlers im März im US-Bundesstaat Arizona hatte der US-Konzern die Entwicklungskosten in seiner verlustreichen Roboterauto-Sparte verringert.

la/rei/dpa-afx

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