Sonntag, 8. Dezember 2019

Uber, Lyft, Gett - der Run auf Mitfahrdienste Warum jetzt alle Autobauer auf Uber machen

Uber: Jeder - auch die Autobauer - will ein Stück vom Ridesharing-Kuchen abhaben

Uber, Lyft und jetzt Gett.com. In der Automobilbranche ist ein regelrechter Hype um sogenannte Ridesharer ausgebrochen. Am Dienstag verkündigte Volkswagen seinen Einstieg beim Fahrdienstvermittler Gett.com. 300 Millionen Dollar ist den Deutschen der Einstieg bei dem Uber-Konkurrenten wert. VW-Chef Matthias Müller sprach prompt von einem ""Meilenstein auf dem Weg zu ganzheitlichen Mobilitätslösungen".

Wenige Stunden später legte Toyota nach. Die Japaner, die bereits seit längerem mit Uber kooperieren, engagieren sich nun auch finanziell bei dem umstrittenen Startup. Wie hoch ihre Beteiligung ausfällt, dazu äußerten sie sich allerdings nicht.

Dass angesichts der Digitalisierung und der neuen Mitfahrdienste (Ridesharing) sich in Sachen Mobilität einiges ändern wird, ist den Autobauern schon seit Jahren klar. Entsprechend tummeln sich viele bereits seit Jahren in dem Sektor. Gingen Partnerschaften mit Digital-Playern ein, experimentierten, beteiligten sich oder übernahmen gleich die Mehrheit an kleineren Start-ups.

Andere scheuten angesichts von Absatzproblemen in Europa vor teuren Engagements bislang zurück. Wagten sich nur in Trippelschritten in neue Geschäftssegmente vor, um sich in dem schnellebigen Umfeld alles offen zu halten.

Spätestens seit Apples Einstieg beim chinesischen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing und GMs Lyft-Investment scheint allerdings Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Zumindest ist das Verhalten vieler Autobauer zuletzt deutlich entschlossener geworden.

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