Montag, 26. August 2019

Uber, Lyft, Gett - der Run auf Mitfahrdienste Warum jetzt alle Autobauer auf Uber machen

5. Teil: VW setzt auf Gett.com - bereits ein etablierter Spieler

Gett.com: Das VW-Investment gehört bereits zu den etablierteren Spielern auf dem Markt für Mitfahrdienste

Auch Volkswagen war, was die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte anging, bis zum aktuellen Gett-Einstieg eher vorsichtig. Der Konzern sammelte Erfahrungen mit dem noch ziemlich konventionellen Carsharer Quicar, bei dem Kunden noch an fixe Abhol- und Abgabe-Stationen gebunden sind. Zusammen mit einem niederländischen Partner 2013 übernahm VW den Carsharer Greenwheels. Schließlich experimentierte VW in China mit Corporate-Carsharing unter dem Label VRent - ein Modell, bei dem Mitarbeiter eines Gebäudekomplexes Zugriff auf einen gemeinsamen Fuhrpark haben.

Das bereits 2010 gegründete neue Investment Gett.com, in das VW nun 300 Millionen Dollar investiert, ist einer der älteren Spieler auf dem Markt. Die Firma vermittelt ähnlich wie das umstrittene US-Unternehmen Uber Fahrdienstleistungen auf Abruf, ähnlich wie Daimlers Mytaxi-App aber auch Taxifahrten.

In New York lieferte sich Gett.com über längere Zeit mit Uber einen regelrechten Preiskampf und einen Konkurrenzkampf um die Fahrer. Im Großteil von Manhattan bietet die Firma Fahrten zu einem Flatrate-Tarif von zehn Dollar an und sorgte damit für Aufsehen.

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