Freitag, 23. August 2019

Bewertung etwas niedriger als erwartet Uber legt Preisspanne für Börsengang  fest

Uber wird für den Börsengang mit bis zu 90 Milliarden Dollar bewertet

Bei einem der größten Börsengängen seit Jahren strebt der Fahrdienstvermittler Uber eine Bewertung von bis zu 90 Milliarden Dollar an. Das 2009 gegründete Startup gab am Freitag bei dem lang erwarteten Schritt eine Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar pro Aktie an, zu dem die Papiere Investoren angeboten werden sollen. Dabei will Uber zunächst nur einen kleinen Teil seiner Anteilsscheine veräußern und dabei bis zu neun Milliarden Dollar einnehmen. Das Börsendebüt in New York wird dann für Anfang Mai erwartet. Es wäre das größte seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba Börsen-Chart zeigen im Jahr 2014.

Uber teilte weiter mit, dass der Zahlungsdienstleister Paypal Börsen-Chart zeigen bei dem Fahrdienstvermittler im Rahmen einer Privatplatzierung Uber-Aktien für rund 500 Millionen Dollar erwerben werde. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht des "Wallstreet Journals". Die Firmen wollten zudem Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Zahlungsdienstleistungen wie der digitale Geldbörse prüfen.

Uber würde damit mit einer Gesamtbewertung zwischen 80 und 90 Milliarden Dollar an die New York Stock Exchange gehen und einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte stemmen. Der Wert liegt allerdings deutlich unter vorherigen Schätzungen. Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass Uber bei der Bewertung die Schwelle von 100 Milliarden Dollar deutlich überschreiten wird. Der verpatzte Börsengang des Uber-Rivalen Lyft sorgt nun aber offenbar dafür, dass die potenziellen Anleger vorsichtiger sind. Die Aktie von Lyft Börsen-Chart zeigen hat seit dem Börsengang Ende März mehr als ein Fünftel seines Werts verloren.


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Uber macht operativ Verlust, lockt Anleger jedoch mit starkem Wachstum. 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Uber wies zwar einen Nettogewinn von knapp einer Milliarde Dollar aus, der ergab sich jedoch aus Sondererlösen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel ein Minus von 1,85 Milliarden Dollar an.

rtr/dpa/akn

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