VW-Lkw-Holding Traton bestätigt Jahresziele

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton hat von höheren Preisen und einem anziehenden Wartungsgeschäft profitiert. Finanzchefin Annette Danielski hält an den Jahreszielen und der erwarteten Marge fest.
Gutes drittes Quartal: Traton-Finanzchefin Annette Danielski

Gutes drittes Quartal: Traton-Finanzchefin Annette Danielski

Foto: Traton Group

Traton hält dank eines guten Abschneidens im dritten Quartal an ihren Jahreszielen fest. So will die VW-Nutzfahrzeugtochter weiter eine bereinigte operative Marge vor Zinsen und Steuern von 5 bis 6 Prozent verdienen, wie Finanzchefin Annette Danielski (56) am Freitag in München sagte.

In den ersten neun Monaten hat Traton mit einem leichten Anstieg des bereinigten operativen Konzernergebnisses auf 1,35 Milliarden Euro eine Marge von 4,7 Prozent erzielt. Der Umsatz der Gruppe wuchs um knapp ein Drittel auf 28,5 Milliarden Euro. Traton habe deutlich positive Preis- und Mixeffekte sowie ein weiterhin stark wachsendes Service-Geschäft verzeichnet, das gut ein Fünftel zum Gesamtumsatz beitrage

Der Umsatzanstieg kommt auch durch die erstmalige Einbeziehung der übernommenen US-Marke Navistar zustande, die in den ersten sechs Monaten 2021 noch nicht zum Konzern gehörte.

Auftragspolster reicht ein Jahr

Bei der Auftragsannahme gehe das Unternehmen weiter restriktiv vor, hieß es. Bei Lkw gab es im Auftragseingang in den ersten neun Monaten ein Minus von 9 Prozent auf 210.323 Fahrzeuge. "Derzeit reicht unser Auftragspolster bis zu einem Jahr in die Zukunft", sagte Traton-Vorstandschef Christian Levin (55).

Wegen der Engpässe bei Teilen hätten die Traton-Marken MAN, Navistar und Scania nur begrenzt Aufträge für Lastwagen in die Order-Bücher genommen. Mit diesem Vorgehen sollte dem Unternehmen zufolge zudem sichergestellt werden, dass den steigenden Kosten für Rohstoffe, Energie, Zulieferteilen und Logistik Rechnung getragen werde.

hr/dpa, reuters
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