Montag, 24. Februar 2020

Fiat Chrysler-Aktie im Plus Toyota erhöht Prognose

Toyota hebt Gewinnprognose an

Neben Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen meldete am Donnerstag auch VW-Konkurrent Toyota Börsen-Chart zeigen Zahlen. Während Fiat Chryler Anleger allein mit einem in den Erwartungen liegenden, bereinigten Gewinn, die Anleger erfreute, erhöhte Toyota gleich seine Prognose. Das operative Ergebnis werde im noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2019/20 um 4,2 Prozent auf 2,5 Billionen Yen (umgerechnet 20,7 Milliarden Euro) steigen, teilte Toyota mit. Dazu tragen neben einem leicht steigenden Absatz günstige Währungskurse bei, die Toyota den Export erleichtern. Die Aktie legt leicht zu.

Das erst im November gesenkte Absatzziel hob das Management wieder um 30.000 Einheiten auf 10,73 Millionen Fahrzeuge an. Allerdings gab der Konzern zu bedenken, dass mögliche Effekte im Zusammenhang mit dem Virus-Ausbruch in China schwer einzuschätzen seien und noch nicht in die Prognosen eingerechnet seien. Toyota hatte vergangene Woche beschlossen, den Betriebsbeginn von vier Werken in China nach dem chinesischen Neujahr zu verschieben. Dies geschehe wegen des Ausbruchs des Virus und aufgrund einer Anordnung der Behörden.

Man könne noch immer nicht entscheiden, wann die Werke in China wieder hochgefahren werden können, erklärte Toyota-Manager Masayoshi Shirayanagi. Man sei dabei, einzuschätzen, ob die Störung der Teilebeschaffung aus China die Fertigung in anderen Märkten beeinflusse.


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Im dritten Geschäftsquartal fiel der Betriebsgewinn von Toyota um 3,2 Prozent auf 654 Millionen Yen, da die Auslieferungen schrumpften. Im zweiten Quartal hatte Toyota noch das beste Ergebnis für diesen Zeitraum seit vier Jahren eingefahren. Von Oktober bis Dezember sank der Absatz in Asien binnen Jahresfrist um 12,5 Prozent, in Nordamerika - dem für Toyota größten Markt - fiel er um 1,8 Prozent, und in Japan sanken die Verkäufe um 8,7 Prozent. Weltweit schlug der Konzern in den ersten neun Monaten gut acht Millionen Fahrzeuge los, plus 1,7 Prozent.

Im Rahmen der Erwartungen: Fiat Chysler

Fiat Chrysler meldete am Donnerstag einen um sieben Prozent gestiegenen bereinigten Betriebsgewinn auf 2,12 Milliarden Euro. Damit lag der Autobauer auf Höhe der Schätzungen der Analysten. Das reichte in der von guten Nachrichten nicht verwöhnten Branche für ein Kursplus von drei Prozent. Unter dem Strich lag der Gewinn bei einem leicht gesunkenen Konzernumsatz bei 1,58 Milliarden Euro. Analysten waren nach Daten von Refinitiv im Schnitt von 1,47 Milliarden Euro ausgegangen.

Die Zahlen dürften auch bei den Verhandlungen über eine Fusion von Fiat Chrysler mit dem französischen Autobauer PSA registriert werden. Die beiden Konzerne wollen den geplanten Zusammenschluss in den nächsten zwölf bis 14 Monaten unter Dach Fach bringen. Beide rücken dann an die drei großen Hersteller Volkswagen, Toyota und Renault-Nissan heran.

rtr/dpa/akn

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