Starker Yen setzt Toyota zu Toyota-Gewinn bricht um 43 Prozent ein

Der starke Yen setzt dem japanischen Autohersteller Toyota schwer zu. Der Betriebsgewinn im Sommerquartal bricht umgerechnet auf 4,1 Milliarden Dollar ein. Das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
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Der Höhenflug des Yen trifft auch Toyota  hart. Der operative Gewinn fiel im abgelaufenen Quartal um 43 Prozent auf 474,6 Milliarden Yen, umgerechnet 4,12 Milliarden Euro, wie der japanische Auto-Hersteller am Dienstag mitteilte.

Auch der Rivale Nissan konnte wegen der Yen-Aufwertung zuletzt seine Verkaufserfolge in den USA und China nicht in bare Münze umwandeln. Hier ging das Betriebsergebnis um knapp ein Fünftel auf 1,42 Milliarden Euro zurück.

Der Yen-Höhenflug verteuert japanische Produkte auf dem Weltmarkt, macht sie für Kunden also unattraktiver. Außerdem sorgt er dafür, dass im Ausland erzielte Gewinne in den Bilanzen japanischer Konzerne weniger wert sind.

Toyota spürt diese Effekte deutlicher als die Wettbewerber. 40 Prozent aller Wagen des Weltmarktführers werden in Japan hergestellt, die Hälfte davon dann exportiert. Auch die Abkühlung auf dem wichtigen US-Markt bekam Toyota zu spüren.

Das Quartalsergebnis fiel in etwa so aus, wie von Experten erwartet. Die Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2016/17 hob das Management leicht an. Es wäre aber immer noch das niedrigste Niveau seit 2013.

rei/reuters/dpa
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