Nissan-Airbags können explodieren Toyota, Nissan und GM rufen 7 Millionen Autos zurück

Von mm-newsdesk
Corolla: Bei Toyota sind insgesamt 35 Modelle zwischen 2003 und 2007 betroffen

Corolla: Bei Toyota sind insgesamt 35 Modelle zwischen 2003 und 2007 betroffen

Foto: Toyota

Wegen defekter Airbags rufen die beiden japanischen Autobauer Toyota und Nissan weltweit mehr als 6,5 Millionen Autos zurück. Bei Toyota waren nach Unternehmensangaben insgesamt fünf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon laut einer Sprecherin rund 153.000 in Deutschland.

Nissan erklärte, der Rückruf des Unternehmens beziehe sich auf 1,56 Millionen Autos weltweit. In Nordamerika ruft der größte US-Autobauer General Motors (GM) zudem eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten.

Eine Sprecherin von Toyota sagte der Nachrichtenagentur AFP, der normale Fahrbetrieb der betroffenen Fahrzeuge sei nicht beeinträchtigt. Es könne jedoch Feuchtigkeit in den Gasgenerator des Fahrer- und des Beifahrer-Airbags eindringen. Im Falle eines Unfalls könnten die Airbags dadurch "nicht mehr ordnungsgemäß" funktionieren.

Fotostrecke

US-Rückrufe der Autohersteller: Wer 2014 die meisten Fahrzeuge zurückrief

Foto: Volvo

Nissan teilte mit, bei den Airbags bestehe Explosionsgefahr. Es gebe ein Risiko, dass das Metallgehäuse des Gasgenerators nicht ordnungsgemäß funktioniere. Beide Autobauer betonten, dass ihre Rückrufe nicht in Verbindung mit Todesfällen oder Verletzten bei Autounfällen stünden.

Betroffen sind laut Toyota insgesamt 35 Modelle, die zwischen März 2003 und November 2007 produziert wurden, darunter Corolla und Yaris. Der Sprecherin zufolge werden die Halter in Deutschland über das Kraftfahrtbundesamt informiert. Bei Nissan sind den Angaben zufolge Modelle betroffen, die zwischen 2004 und 2008 vom Band liefen.

Die Rückrufserie steht im Zusammenhang mit der Skandalserie um den japanischen Airbag-Hersteller Takata. Mindestens fünf Todesfälle in den USA und Malaysia werden mit den defekten Airbags der Firma in Verbindung gebracht. Sie können platzen und durch heiße Metallteile Fahrer und Beifahrer verletzen. In den vergangenen Jahren hatten bereits mehrere Autobauer deswegen gut 20 Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen, darunter auch Honda und General Motors.

Lose Sicherheitsgurte oder Sitze bei GM

GM beordert in Nordamerika wegen möglicher technischer Probleme etwa 522.000 Wagen in die Werkstätten. Laut einer GM-Mitteilung vom Dienstag sind rund 469.000 Pkw vom Typ Chevrolet Malibu aus den Modelljahren 2011/2012 sowie weitere fast 52.930 SUV und Pickup-Trucks der Marken Chevrolet Colorado und GMC Canyon vom Jahrgang 2015 betroffen. Bei den Malibus könne sich eine Halterung der Sicherheitsgurte mit der Zeit lösen, bei den anderen Fahrzeugen seien die Sitze möglicherweise nicht ordentlich angebracht. Der Opel-Mutterkonzern wisse von keinen Unfällen in diesem Zusammenhang.

ts/AFP/dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.