Freitag, 22. November 2019

Nach Verlusten bei Aktiengeschäften Toyota kassiert Jahresprognose

Gewinnziel um mehr als ein Sechstel reduziert

Verluste bei Aktiengeschäften verhageln Toyota die Jahresbilanz. Japans größter Autokonzern hat sein Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2018/19 auf einen Nettogewinn von 1,87 Billionen Yen (15 Milliarden Euro) eingedampft. Ursprünglich hatte der Autobauer 2,3 Billionen Yen erwartet.

An seinem Umsatzziel von 29,5 Billionen Yen (268 Milliarden Euro) hält der Autobauer aber fest - ebenso bestätigte Toyota das Jahresziel eines operativen Gewinns von 2,4 Billionen Yen im März endenden Geschäftsjahr.

Im Zeitraum Oktober bis Dezember kletterte das Betriebsergebnis um 0,4 Prozent auf 676,1 Milliarden Yen. Analysten hatten 680,84 Milliarden Yen prognostiziert. Der Quartalsumsatz belief sich im dritten Geschäftsquartal auf 7,8 Billionen Yen (71 Milliarden US-Dollar), ein Plus von fast 3 Prozent gegenüber 7,6 Billionen Yen im Vorjahr.

Der Nettogewinn hingegen brach im dritten Quartal laut AP auf 180,9 Milliarden Yen ein. Begünstigt durch die US-Steuerreform hatte im Vorjahreszeitraum der Gewinn bei 941.8 Milliarden Yen gelegen.

Der Hersteller des Prius, zu dem auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, hob seine Absatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um 50.000 Autos auf den Rekord von 10,55 Millionen Fahrzeugen an.

Toyota erwartet eine Abkühlung der Nachfrage auf dem wichtigen US-Markt, in China und Westeuropa dürfte der Absatz indes zulegen, hieß es. Allerdings gebe es in China, dem größten Automarkt der Welt, Anzeichen für eine instabile Lage. Vor dem Hintergrund des andauernden Handelskonflikts zwischen den USA und China war der Absatz im vergangenen Jahr erstmals seit 28 Jahren zurückgegangen.

rei/ap/Reuters

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