Montag, 20. Mai 2019

Hybrid-Vorreiter deutet Kurskorrektur an Toyota schwenkt auf Volkswagen-Strategie ein

Brennstoffzelle als Auto-Motor: Diese Wasserstoff-Autos gibt es bereits - oder schon bald
Tom Grünweg

Kaum ein Konkurrent hat Deutschlands Auto-Topmanager je so verwirrt und mitunter verängstigt wie Toyota. Nicht nur, dass sich die perfekt organisierten Japaner in den vergangenen Jahren zum profitabelsten Massenhersteller aufgeschwungen haben.

Obendrauf verfügen sie nach Einschätzung vieler Fachleute über eine potenzielle Killer-Applikation für die Zukunft: Den Hybrid-Antrieb, gedacht als Brückentechnik in eine Zukunft, in der dann vor allem Wasserstoffautos fahren. Die Deutschen hatten, nun ja, den Diesel. Für die Zeit danach setzen sie seit einigen Jahren vor allem auf Plugin-Hybride und reine Batterieautos.

Doch ausgerechnet jetzt, da Volkswagen Börsen-Chart zeigen und Co. unter den folgen des Abgasskandals leiden, kriegt Toyota Börsen-Chart zeigen offenbar die große technologische Identitätskrise. Das Unternehmen wolle Batterien in den Autos künftig ebenfalls einen größeren Stellenwert einräumen, zitiert das US-Magazin "Forbes" Toyotas Hybrid-Chefingenieur Kouji Toyoshima.

Toyota folgt damit Volkswagen - das hat ein bisschen was von verkehrter Welt. Die Wolfsburger wiederum wenden sich vom reinen Hybridantrieb ab, wie ihn Toyota lange propagierte.

Tatsächlich beißt sich Toyoshimas Ankündigung mit Aussagen aus den vergangenen Monaten. Zuletzt hatte Toyota manche Breitseite gegen die europäisch-amerikanische Elektrofraktion gepfeffert.

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