Mittwoch, 13. November 2019

Emissionswerte-Streit in Kalifornien Toyota, Fiat Chrysler und GM fahren mit Trump

Klimawandel, welcher Klimawandel? Donald Trump (Mitte) im November 2018 in einem abgebrannten Viertel eines Ortes in Kalifornien, der zu jener Zeit wie andere auch von schwersten Waldbränden heimgesucht worden war. Kaliforniens heutiger Gouverneur Gavin Newsom (links) und der heutige Ex-Gouverneur Jerry Brown (rechts) durften dem US-Präsidenten seinerzeit schon die Notwendigkeit schärferer Emissions- und Klimagesetze nahgelegt haben

Große amerikanische Automobilbauer stellen sich hinter den Entschluss der Trump-Regierung, Kalifornien das Recht auf eigene Umweltschutzvorgaben zu entziehen. General Motors, Toyota Motor, Hyundai Motor, Fiat Chrysler Automobiles sowie andere US-Autohersteller gaben am Montag bekannt, dass sie nicht wie Kalifornien und 22 weitere US-Staaten gegen die Entscheidung der Regierung vorgehen werden.

Tom Carper, der oberste Demokrat im Ausschuss für Umwelt, fand harte Worte für die Autobauer: "Anstatt den verantwortungsvollen Weg zu wählen, der von vier Automobilherstellern und dem Staat Kalifornien geschmiedet wurde, einer, der uns in Richtung der saubereren, alternativen Kraftstofffahrzeuge der Zukunft bewegen wird, haben sich diese Unternehmen entschieden, in eine Sackgasse zu fahren."

BMW, VW, Ford und Honda wollen sich mit Kalifornien arrangieren

Die Automobilhersteller Ford Motor, Honda Motor, BMW und Volkswagen hatten im Juli eine freiwillige Vereinbarung mit Kalifornien über die Emissionsvorschriften angekündigt.

John Bozzella, Präsident und Chef der Handelsgruppe Global Automakers, die große ausländische Autohersteller vertritt, erklärte, die Unternehmen hätten kaum eine andere Wahl als die Regierung zu unterstützen. "Seit über 40 Jahren liegt die Regulierung der Kraftstoffverbraucherstandards allein in der Hand der Regierung."

Die Unternehmen würden allerdings einen "Mittelweg" zwischen Kalifornien und der Trump-Entscheidung unterstützen, der steigende Anforderungen an die Kraftstoffeffizienz stelle. Eine Sprecherin des kalifornischen Generalstaatsanwalts Xavier Becerra äußerte sich zunächst nicht.

rei/Reuters

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