Dienstag, 17. September 2019

Ford-Deutschlandchef Mattes wechselt Deutschlands dienstältester Auto-Chef geht - in den Aufsichtsrat

14 Jahre lang war Bernhard Mattes Ford-Deutschlandchef - jetzt wechselt der Autobranchen-Veteran in den Aufsichtsrat
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14 Jahre lang war Bernhard Mattes Ford-Deutschlandchef - jetzt wechselt der Autobranchen-Veteran in den Aufsichtsrat

Anderthalb Jahrzehnte sind eine lange Zeit, in einem Top-Managementjob sind sie eine halbe Ewigkeit. Doch ausgerechnet bei dem US-Autohersteller Ford, der im vergangenen Jahrzehnt hefitge Aufs und Abs erlebte, hat sich ein Mann so lange in einem Spitzenjob gehalten: 14 Jahre lang führte Bernhard Mattes die Geschäfte von Ford Deutschland, jetzt scheidet der 60-jährige aus dem operativen Geschäft aus.

Zu Jahresende wechselt der dienstälteste Chef einer Automobilmarke in Deutschland in den Aufsichtsrat, teilte Ford heute mit. Nachfolger wird der bisherige Qualitätschef von Ford of Europe, Gunnar Herrmann. Der 56-jährige tritt sein neues Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke am 1. Januar 2017 an.

In einer Pressemitteilung dankte Ford Mattes für seine langjährigen wertvollen Dienste und hob seine "wegweisenden Entscheidungen" bei der Neuausrichtung der Händlerstruktur und einer Nutzfazheugstrategie sowie den Einstieg in die Digitalisierung hervor.

Der neue Ford-Deutschlandchef Herrmann begann seine berufliche Laufbahn 1979 als Auszubildender bei Ford. Nach Abschluss seiner Ausbildung studierte er in Hamburg Fahrzeugbau.

Seit 2012 ist Herrmann Mitglied der Geschäftsführung von Ford Europa und als Vice President europaweit für die Qualitätssicherung verantwortlich.

Anders als bisher bekommt der Ford-Deutschlandchef einen stellvertretenden Vorsitzenden zur Unterstützung. Diese Funktion hat künftig Wolfgang Kopplin inne, der seit 2010 den deutschen Vertrieb und Verkauf von Ford leitet. Seit 2014 ist der 49-jährige Mitglied der deutschen Ford-Geschäftsführung.

Was Mattes über die Veränderungen in der Automobilbranche berichtet und warum Autoproduzenten bald Dienstleister sein werden, lesen Sie hier.

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