Dienstag, 23. April 2019

TomTom-Sparte gekauft Reifenhersteller Bridgestone mutiert zum Mobilitätsanbieter

TomTom-App für Smartphones: Das Unternehmen will sich stärker auf das Geschäft mit digitalen Kartendiensten und Verkehrsinformationen konzentrieren

Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom Börsen-Chart zeigen hat einen Käufer für sein Telematikgeschäft gefunden. Die Sparte, die Lösungen für das Management von Autoflotten anbietet, werde für 910 Millionen Euro an den japanischen Reifenhersteller Bridgestone Börsen-Chart zeigen veräußert, teilte der niederländische Konzern am Dienstag mit.

Der Schritt war erwartet worden, nachdem TomTom das Geschäft mit rund 670 Mitarbeitern im Herbst zum Verkauf angeboten hatte. Der Preis liegt leicht über den Erwartungen von Analysten und entspricht rund der Hälfte der Marktbewertung von TomTom. Die Fuhrpark-Dienste nutzen aktuell 800.000 Fahrzeuge. TomTom-Chef Harold Goddijn will sich nun noch stärker auf Landkartensysteme, Navigationssoftware und Echtzeit-Verkehrsinformationen konzentrieren.

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone verfolgt den Plan, seine digitalen Aktivitäten auszubauen. Das Unternehmen will mit der TomTom-Sparte ein "führendes Kompetenzzentrum für Flottenlösungen in Europa, Nahost und Afrika aufbauen, um neue digitale Geschäftsmodelle für kommerzielle und private Mobilität zu erschließen".

Während das traditionelle Navi-Geschäft seit Längerem schrumpft, punktet TomTom beim Verkauf von Lizenzen für Landkarten an Kunden wie Apple Börsen-Chart zeigen und Uber. Sorgen dürfte den Niederländern machen, dass Google Börsen-Chart zeigen nun auch intelligente Infotainment-Systeme anbietet.

Goddijn will den Großteil der Einnahmen aus der Veräußerung im Rahmen einer Kapitalrückzahlung und Zusammenlegung von Aktien an Aktionäre ausschütten. Die TomTom-Aktie verlor zum Handelsstart in Amsterdam 3,8 Prozent.

mg/rtr

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung