Donnerstag, 22. August 2019

Nach Dauerfehde Ex-Henkel-Managerin Tina Müller wird Vorstand bei Opel

Opel statt Beiersdorf: Tina Müller wird voraussichtlich in den Vorstand des Autobauers einrücken

Die ehemalige Henkel-Managerin Tina Müller rückt voraussichtlich in den Opel-Vorstand ein. Als Chief Marketing Officer soll sie das Image des Autobauers aufpolieren. Mit ihrem Wechsel zu Opel beendet Müller eine Dauerfehde mit ihrem Ex-Arbeitgeber, der einen Wechsel zu Beiersdorf blockiert hatte.

Hamburg - Als Mitglied des Opel-Vorstands soll Müller die weltweite Vermarktung von Opel, Vauxhall (Großbritannien) und Buick (vor allem China) verantworten. Schon für die Aufsichtsratssitzung am 26. Juni steht die Personalie auf der Tagesordnung, wie manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet (ab 21. Juni im Handel).

Die Marketingexpertin übernimmt das Amt von Alfred Rieck (56), der anders als Müller auch für den Vertrieb zuständig war. Seine Aufgaben werden künftig geteilt. Als Favorit für die Position des Vertriebsvorstands gilt Duncan Aldred (42), der für die Marke Vauxhall zuständig ist und bereits interimistisch den Vertriebsvorstand übernommen hat.

Wechsel zu Beiersdorf scheiterte an Wettbewerbsverbot

Mit ihrem Wechsel zu Opel beendet Müller eine zermürbende Dauerfehde mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber Henkel. Dort hatte sie im Juni vergangenen Jahres gekündigt, um beim Hamburger Kosmetikunternehmen Beiersdorf als Markenvorstand einzusteigen.

Doch aus dem ursprünglichen Plan, zum 1. Juli in Hamburg anzufangen, wurde nichts. Henkel Börsen-Chart zeigen pocht auf ein zweijähriges nachvertragliches Wettbewerbsverbot, Müller zog vors Arbeitsgericht, ein Gütetermin scheiterte. Für die Vorstandsposition beim Rüsselsheimer Autobauer gilt das Wettbewerbsverbot nicht.

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung