Samstag, 21. September 2019

VW-Großaktionär Wolfgang Porsche facht Spekulationen um Tesla wieder an

"Man muss immer alles überlegen dürfen": VW-Großaktionär Wolfgang Porsche

Volkswagen-Miteigner Wolfgang Porsche schließt eine Beteiligung an dem US-Elektroautobauer Tesla offenbar doch nicht aus. "Man muss immer alles überlegen dürfen", sagte der 76-Jährige auf Fragen von Journalisten am Rande einer VW-Veranstaltung am Vorabend der Automesse IAA in Frankfurt. Im Moment sei Tesla jedoch viel zu teuer.

Volkswagen hatte erst im August einen Bericht des manager magazin zurückgewiesen, wonach Vorstandschef Herbert Diess mit einer Beteiligung an dem Elektroautopionier liebäugelt. Derartige Spekulationen seien gegenstandslos. Das manager magazin hatte einen ranghohen Manager mit den Worten zitiert, Diess "würde sofort einsteigen, wenn er könnte".

Das Geld sei da, mit der Zustimmung der Großaktionäre, der Familien Porsche und Piëch, sei es aber schwierig. Ein VW nahestehender Banker hatte gesagt, Diess würde zwar gerne Zugriff auf die Softwarekompetenz Teslas haben, es sei aber wohl unmöglich zu rechtfertigen, deswegen gleich das ganze Unternehmen zu kaufen. An der Börse wird Tesla aktuell mit 42 Milliarden US-Dollar bewertet.

Unterdessen hat Volkswagen auf der IAA den batteriegetriebenen ID.3 erstmals einem breiten Publikum präsentiert. Der Konzern will in den nächsten Jahren zum Marktführer bei E-Autos aufsteigen.

Wie es um den Elektroautohersteller Tesla aktuell steht, erfahren Sie in unserem Podcast:

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung