Sonntag, 22. September 2019

Tesla baut Vertrieb um Musk merkt, dass es so nicht weitergeht

Musk gibt sich gern visionär. Doch mit der Vertriebsschwäche hat Tesla ein ganz reales Problem

Bis zuletzt hatte Elon Musk stoisch die goldene Zukunft des Elektroautobauers Tesla Börsen-Chart zeigen beschworen. Nun aber baut Musk seine Verkaufsleitung um und reagiert damit auf den geringen Absatz im vergangenen Jahr.

Tesla teilte mit, noch in diesem Jahr drei für den Verkauf zuständige Vize-Präsidenten für Nordamerika, Europa und Asien zu ernennen. Danach werde der Posten des Chefs für den weltweiten Vertrieb neu besetzt.

Tesla hat ehrgeizige Wachstumspläne. Doch Probleme in der Produktion und bei der Auslieferung hatten dem Elektroautobauer zuletzt die Bilanz verhagelt. Von 35.000 produzierten Autos in 2014 konnte das Unternehmen jedes zehnte nicht ausliefern.

Musk hatte die Vertriebsprobleme bislang stets kleingeredet: Die Produktion solle binnen zehn Jahren bei "mindestens einigen Millionen" Fahrzeugen pro Jahr liegen. 2025 könne der Elektroautobauer gar die derzeitige Marktkapitalisierung von Apple Börsen-Chart zeigen erreichen, tönte Musk noch im Februar bei der Präsentation der Quartalszahlen.

Von Apple ist inzwischen bekannt, selbst Auto-Ambitionen zu hegen, auch wenn Konzernchef Tim Cook bislang ausweicht.

Für das laufende Jahr plant Tesla nun ein Absatz-Plus von knapp 75 Prozent auf 55.000 Autos.

Musk hat der Autobranche vorgemacht, dass Elektroautos nicht klein und nur für kurze Strecken geeignet sein müssen. Im Sportwagen-Design kann Teslas Model S Firmenangaben zufolge bis zu 480 Kilometer weit fahren.

Im Oktober hatte Tesla Daimler Börsen-Chart zeigen und Toyota Börsen-Chart zeigen als Anteilseigner verloren. Beide wollen aber weiter mit dem US-Konzern zusammenarbeiten. Bei manchen Herstellern ist die Elektroauto-Euphorie aber schon wieder abgeflaut. Zudem spielt der zuletzt stark gesunkene Ölpreis den Anbietern alternativer Antriebe nicht gerade in die Hände.

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ts mit Reuters

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