Freitag, 18. Oktober 2019

Tesla prüft Produktion in China Kosten Model S und Co. bald ein Drittel weniger?

Elektro-SUV: Das ist Teslas Model X
AP

Der US-Elektroautobauer Tesla könnte nach Worten von Konzernchef Elon Musk in zwei Jahren mit der Produktion in China starten. Das sagte Musk am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Universität Tsinghua. Wo die Fabrik entstehen soll, sagte Musk nicht. Ausländische Investoren müssen mit einem chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten, wenn sie in der Volksrepublik produzieren wollen.

Damit wäre es möglich, die Verkaufspreise der Modelle auf dem weltweit größten Automarkt um ein Drittel zu senken, sagte Musk weiter. Derzeit kostet ein Exemplar des Tesla-Elektrosportwagens Model S hierzulande in der Basisversion mindestens 76.400 Euro.

Tesla kämpft derzeit mit einem überraschend schwachen Absatz in China. Musk begründete dies mit Befürchtungen der dortigen Verbraucher, sie könnten Schwierigkeiten beim Aufladen ihrer Elektroautos haben. China will nun unter anderem den Ausbau des Ladestationsnetzes beschleunigen. Denn die Förderung von Elektroautos ist für die Regierung ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Luftverschmutzung. Zudem sieht sie bei dieser jungen Technik für die heimischen Autobauer größere Chancen, zur internationalen Konkurrenz aufzuholen.

Konkurrenz könnte Tesla, das mit seinem vor drei Jahren eingeführten Model S die Elektroautos der deutschen Premiumhersteller Daimler, BMW und Audi in den Schatten gestellt hat, bald von einem jungen Unternehmen bekommen. Einige Finanzinvestoren und chinesische Internetunternehmen unterstützen derzeit den Aufbau der Firma NextEV, die im kommenden Jahr einen Sportwagen mit Elektroantrieb vorstellen will.

Zuletzt war die Aktie von Tesla massiv unter Druck geraten, nachdem das US-Magazin "Consumer Report" seine Empfehlung für das Model S zurückgezogen hatte.

ts/wed/Reuters

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