Erweiterungsoption des Deals Hertz will womöglich sogar 200.000 Teslas bestellen

Der spektakuläre Deal zwischen dem US-Autovermieter und dem Elektroautobauer über 100.000 Model 3 hat an der Börse zu Kurskapriolen geführt. Laut Hertz-Chef Mark Fields gibt es sogar eine Option, die zu einer Verdopplung der Bestellung führen würde.
Begehrt: Hertz will womöglich 100.000 weitere Teslas bestellen

Begehrt: Hertz will womöglich 100.000 weitere Teslas bestellen

Foto: MICHAEL REYNOLDS / EPA

Am Montag sorgte Hertz-Chef Mark Fields (60) mit der Ankündigung, 100.000 Elektroautos von Tesla zu kaufen, für einen historischen Kurssprung an der Börse. Teslas Börsenwert schoss an einem Tag um 114 Milliarden Dollar in die Höhe, das Unternehmen zählt nun zu den wenigen, die mehr als 1 Billion Dollar Firmenwert aufweisen. Das Geschäft könnte sogar noch größer werden: Hertz hat nämlich bereits Vereinbarungen getroffen, womöglich sogar 200.000 Elektrofahrzeuge von Tesla zu übernehmen.

Die Erklärung liegt in den komplexeren Details des Deals zwischen dem US-Mietwagenanbieter Hertz und Tesla. War anfangs noch nicht viel über den mutmaßlich gut 4 Milliarden Dollar schweren Deal bekannt, sickerten im Laufe der Woche weitere Details durch. So will Fields nur die Hälfte der bereits bestellten 100.000 Model 3 von Tesla in der eigenen Mietwagenflotte einsetzen; die andere Hälfte will er an das Ride-Hailing-Unternehmen Uber weitergeben. Die selbständigen Uber-Fahrer sollen die Teslas für gut 300 Dollar die Woche von Hertz mieten können.

In einem Interview mit dem US-Sender CNN erklärte Fields, dass die Vereinbarung mit Uber eine Option auf die Lieferung für insgesamt 150.000 Tesla-Fahrzeugen beinhalte. "Wenn dieses Programm erfolgreich ist – und wir glauben, dass es das sein wird", erklärte der frühere Ford-Chef, "wird es in den nächsten drei Jahren auf 150.000 Teslas anwachsen, die von Hertz auch Uber zur Verfügung gestellt werden können." Um dieses Versprechen einzuhalten, müsste sich die Gesamtmenge der von Hertz bestellten Fahrzeuge damit auf 200.000 Fahrzeuge verdoppeln.

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Uber-CEO Dara Khosrowshahi (52), der ebenfalls an dem Interview teilnahm, zeigte sich angesichts der Daten zuversichtlich, genügend Uber-Fahrer für das Hertz-Angebot zu finden. Für wöchentlich gut 300 Dollar sollen sie bereits ab November in vier US-Städten erste Wagen mieten können. Als zusätzlichen Bonus sollen sie einen Dollar pro Fahrt in einem Tesla erhalten, gedeckelt auf 4000 Dollar im Jahr. Und am Ende, so hofft Uber-Chef Khosrowshani, sollten sie die Teslas dann kaufen.

lhy
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