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Teslas neues Model 3: So sieht das Auto aus, das Audi, BMW und Mercedes fürchten

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Tesla Model 3-Liveticker +++Model 3-Show überzeugt Öffentlichkeit+++Kurs von Tesla bleibt riskant

Tesla stürmt den Massenmarkt: In Los Angeles hat der Autobauer das Model 3 präsentiert. Mit dem Elektroauto greift Firmenchef Elon Musk auch die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes an - der Auftakt war ziemlich erfolgreich. Wir haben das Event live verfolgt.
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Elon Musks iPhone-Moment: Sechs Gründe, warum Teslas Model 3 die Autowelt ins Wanken bringt

Foto: Justin Prichard/ AP

12.45 Uhr: Der erste öffentliche Aufschlag des Model 3 war ein Erfolg - so viel lässt sich schon jetzt sagen. Das Auto hat weltweit für viel Gesprächsstoff gesorgt - und weit über 100.000 Reservierungen signalisieren hohes Interesse an dem Auto. Doch gelingt es Tesla wirklich, mit dem Model 3 die Elektromobilität salonfähig zu machen und zum großen Hersteller aufzurücken? Da gibt es gute Argumente dafür - und dagegen. Die haben wir nochmals aufgeschrieben. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich Tesla mit seinen hohen Ambitionen schlägt.

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Mögliche Probleme für Elektroauto: Die sechs größten Hürden für Teslas Model 3

Foto: DPA

Wir beenden hiermit unseren Live-Ticker und hoffen, Sie umfassend über eines der spannendsten Automobile unserer Zeit informiert zu haben. Bleiben Sie mit uns weiter auf dem Laufenden - etwa mit unserer App - und haben Sie ein informatives Wochenende.

12.30 Uhr: Die US-Tester schreiben allerdings bewusst von ersten Eindrücken - denn mehr als ein paar Minuten Fahrt im Rücksitz war wohl für keinen der anwesenden Gäste drinnen. Kein Wunder - bis das Auto ausgeliefert wird, vergehen noch gut eindreiviertel Jahre. Und Vorserienmodelle lässt kein Hersteller gerne auf Herz und Nieren testen.

12.15 Uhr: Komfortabel Platz für fünf Personen im Inneren? Das kann engadget-Autor Baldwin bei seiner ersten Fahrt im Model 3 nicht ganz unterstützen. Doch vier Erwachsene und ein Kind passen gut rein. Und der 1,90 Meter große Baldwin saß im Fond bequem - was er bei anderen Mittelklasse-Limousinen nur selten sagen könne. Das Glasdach sorgt für ein luftiges Raumgefühl. Doch an sehr sonnigen Tagen werde es interessant zu sehen sein, wie kühl die Klimanlage das Auto halten kann.

12.05 Uhr: Für die ersten Model 3-Probefahrten gab es wohl lange Warteschlangen - das legen zumindest einige Einträge auf Twitter nahe. Hier noch ein paar Eindrücke der amerikanischen Kollegen. Robert Baldwin von der Technik-Publikation engadget findet die Beschleunigung (0-100 km/h in 6 Sekunden) flink, hofft aber auf ein Head-Up-Display für die Geschwindigkeitsanzeige. Denn in dem Vorserien-Auto wird die Fahrgeschwindigkeit nur im zentralen Display angezeigt - in der linken oberen Ecke.

11.45 Uhr: In unserer Redaktion sorgt die Form die eigenwillige Frontpartie des Model 3 für eigenwillige Assoziationen: Chefredakteur Sven Clausen erinnert der geschlossene Kühlergrill an einen Rammbock, Kollege Lutz Reiche erkennt darin einen Entenschnabel. Kai Lange, unser Chef vom Dienst, verbindet den eigenwilligen Falz in der Kühlerhaube mit einen Komodowaran. Lifestyle-Redakteurin Maren Hoffmann hingegen denkt weit abseits der Tierwelt. Das Auto ähnle ihrem Fritz.Box-Router, findet sie.

11.25 Uhr: Zurück zu den wirtschaftlichen Risiken bei Tesla: Der Expansionskurs von Elon Musk ist ebenso ambitioniert wie der Preis für das Model 3. Ende 2020 will Musk insgesamt 500.000 Teslas verkauft haben - bisher sind es knapp über 100.000. Gut 15.000 Dollar dürfte der Antriebsstrang alleine kosten, meint Kollege Michael Freitag in seinem Kommentar - selbst mit den in Teslas Gigafactory massenhaft hergestellten und damit günstigeren Lithium-Ionen-Batterien. Da bleibt nicht mehr allzu viel Luft.

Musk setzt wohl darauf, dass nur wenige Kunden die Basisversion kaufen werden. So ähnlich funktioniert die Rechnung auch bei Einstiegsmodellen der traditionellen Premium-Autohersteller. Doch dass Tesla schnell und dauerhaft schwarze Zahlen schreibt, erscheint damit unwahrscheinlich. Musk fährt die klassische Start-Up-Strategie: Zuerst möglichst schnell Marktanteile sichern - und dann erst dicke Profite liefern. In der IT-Industrie funktioniert dieses Modell, in der Autobranche gelang dies - in etwas anderer Form - zuletzt Henry Ford mit seinem T-Modell.

11.08 Uhr: Schwarze Zahlen freuen Investoren, Autokäufer interessieren sich dafür meist weniger. Sie bewerten ihren Traumwagen nach anderen Kriterien - drum zwischendurch nochmal die wichtigsten Eckdaten zum Model 3: Die Basisversion kostet rund 31.000 Euro, soll nach offizieller Messung rund 350 Kilometer weit kommen - und in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Wäre das was für Sie? Stimmen Sie doch in unserer Kurzumfrage mit ab.

11.00 Uhr: Tesla-Chef Elon Musk übte sich punkto Gewinnen zuletzt in Optimismus: Ende 2016 will er profitabel sein, versprach er. Was er bei solchen Gelegenheiten selten erwähnt: Tesla bilanziert wie viele junge Firmen teils außerhalb der GAAP-Bilanzierungsregeln - und das macht es schon mal einfacher.

10.45 Uhr: Die mmo-Finanzredakteure Christoph Rottwilm und Arne Gottschalck stellen in der Redaktionskonferenz jene Frage, die auch viele Investoren interessieren dürfte: Wann wird Tesla denn Gewinne erzielen? Im vergangenen Jahr schrieb das Unternehmen knapp 900 Millionen Dollar Verlust, bei einem Umsatz von etwa vier Milliarden Dollar. Im vierten Quartal hat sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Schuld daran ist der rasante Expansionskurs, der Produktionsstart des Model X - und auch die Entwicklung des Model 3.

10.25 Uhr: Wird Tesla mit dem Model 3 Mercedes und BMW abhängen? Unser Kollege Michael Freitag glaubt nicht daran und begründet seine Meinung in seinem Kommentar.

10.15 Uhr: An der deutschen Börse kommt das Model 3 sehr gut an. Das Papier legt in Frankfurt um 9 Prozent zu.

9.23 Uhr: Die Aktie von Tesla  hat im nachbörslichen US-Handel um knapp 2 Prozent auf 233 Dollar zugelegt und notiert damit knapp unter 6-Monats-Hoch. In den vergangenen vier Handelswochen hatte die Aktie in Erwartung des Model 3 bereits um knapp 20 Prozent zugelegt. Vom Rekordhoch von 280 Dollar aus dem Sommer 2015 ist die Aktie aber noch knapp 20 Prozent entfernt.

9.12 Uhr: In unserem Video bekommen Sie jetzt ein paar Eindrücke vom fahrenden Model 3:

manager-magazin.de/Wochit

Erste Tester zeigen sich vom Fahrgefühl des Model 3 beeindruckt

8.50 Uhr: Neuerdings spielen auch immer mehr Länder mit dem Gedanken, neue Autos mit Verbrennungsmotor gänzlich zu verbieten. Norwegen erwägt dies bereits für das Jahr 2025, ebenso die Niederlande . Sogar ein indischer Minister hat erklärt, in seinem Land werde es 2030 nur noch Elektroautos geben . Wenn es wirklich so kommt, wäre das für Elon Musk ein Geschenk.

8.45 Uhr: Seine Präsentation hat Musk mit einem kleinen Vortrag zum Klimawandel begonnen. Dessen Auswirkungen werden bekanntlich immer stärker erkennbar , weil der globale CO2-Ausstoß auf ein Rekordniveau gestiegen ist. Einen erheblichen Anteil daran haben Autoabgase. Deshalb fördern viele Regierungen auf Elektroautos, auch die große Koalition in Berlin berät über Kaufanreize. Davon will Musk profitieren. Auch ein Model 3 ist letztendlich aber nur ein sauberes Auto, wenn es Strom aus emissionsfreien Stromquellen tankt. In Singapur gab es für Tesla aus diesem Grund zuletzt einen Rückschlag .

8.35 Uhr: Was halten Sie eigentlich von Elon Musk? Visionär? Überheblich? Testen Sie doch einmal in unserem Quiz aus, ob Sie verrückt genug sind, mit ihm zusammen zu arbeiten!

8.25 Uhr: Apropos BMW : Tesla  hat jetzt vorgelegt, ist aber natürlich nicht das einzige Unternehmen, das am massentauglichen Elektroauto arbeitet. Hier unsere Übersicht über die Tesla-Fighter der internationalen Autoindustrie:

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Elektroautos für den Massenmarkt: Tesla-Fighter: So rüstet die Autobranche gegen das Model 3

Foto: Justin Prichard/ AP

8.20 Uhr: Die ersten Berichte von Testfahrten in Los Angeles trudeln ein. Auf der US-Website Mashable schreibt Nick Jaynes : "Eine beeindruckende Sache, wirklich." Die Fahrt fühle sich so ruhig an wie in einer Mercedes S-Klasse. Die Diagonale des Touchscreen betrage 15 Zoll (Model S: 17 Zoll). Der Wagen sei zwar klein, fühle sich von innen aber nicht so an. Die Beschleunigung (0 auf 100 in sechs Sekunden) könne mit einem Einstiegs-BMW gut mithalten, und mache wegen des unmittelbar anliegenden Drehmoments aber mehr Spaß.

500.000 Auto pro Jahr - "das ist in unserer Fabrik in Fremont machbar"

8.00 Uhr: Die internationale Wirtschaftspresse hebt die schwer fassbaren 115.000 Bestellungen für das Model 3 in 24 Stunden hervor, so auch das Wall Street Journal . Gestern hatte es einen unglaublichen Andrang vor Tesla-Geschäften in aller Welt gegeben. Zum Teil warten um die 500 Menschen auf die Ladenöffnung. Hier dazu die Bildergalerie:

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Tesla Model 3 - Reservierungen: Schlange stehen für ein Auto, das erst Ende 2017 ausgeliefert wird

Foto: manager magazin online

7.50 Uhr: In Los Angeles testen die geladenen Gäste derzeit die Model 3 auf kurzen Probefahrten. Die Bilder bestätigen: Der Touchscreen ist horizontal angeordnet, nicht vertikal wie bei Model S und X. Die schlanken Sitze erinnern an diejenigen aus den Vorgängermodellen. Kollege Reiche beeindruckt das Panoramadach, das in die Windschutzscheibe übergeht.

7.30 Uhr: In der Redaktion diskutieren wir, an welches Auto uns das Model 3 erinnert. Die Frontpartie lässt den Kollegen Sorge an den Tesla Roadster denken, Schürmann und Eckl-Dorna widersprechen. Auch der Porsche Panamera wird genannt, der allerdings deutlich länger ist. "Eher wie ein Ford Focus ST", findet Schürmann. Aber was nützen diese Vergleiche? Gemessen an den Reservierungszahlen könnte bald das Model 3 die Vergleichsbasis für andere Autos sein.

7.20 Uhr: Elon Musk hat sich auch dazu eingelassen, wie Tesla den Sprung vom Nischen- zum Massenanbieter schaffen will. Bisher produziert Tesla etwa 50.000 Autos im Jahr, dank des Model 3 sollen es in wenigen Jahren 500.000 sein. "Unsere Fabrik in Fremont hat früher - als sie noch zu Toyota gehörte - 500.000 Autos im Jahr produziert", sagte Musk. "Das ist machbar."

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Teslas neues Model 3: So sieht das Auto aus, das Audi, BMW und Mercedes fürchten

Foto: Tesla

7.15 Uhr: Wir aktualisieren und erweitern übrigens ständig unsere Bildergalerie zum Model 3!

7.05 Uhr: Spannend wird auch sein, was es mit der Ankündigung Musks auf sich hat, das Model 3 könne an den firmeneigenen Superchargern Strom tanken. Diese stehen an Autobahnen in Nordamerika, Europa, Japan, China und Australien. Die große Frage ist aber, ob das Nachtanken kostenlos sein wird, wie für Besitzer von Model S und Model X. Falls das der Fall ist, dürften die Ladesäulen den Ansturm kaum bewältigen können. Sollten die Model 3 Besitzer jedoch für den Strom zahlen müssen, hätte Tesla plötzlich ein ganz neues Geschäftsmodell - als Autoproduzent und Tankstellenkonzern.

6.55 Uhr: Laut Musk soll auch die Basisversion des Wagens für 35.000 Dollar ein ordentliches Auto sein. Der Wagen wird auch mit der Hardware für den Autopiloten ausgerüstet sein. Die Aktivierung dürfte jedoch extra kosten. Auch eine schnellere Beschleunigung als die sechs Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer sowie eine größere Reichweite als die 344 Kilometer wird Tesla sich ordentlich bezahlen lassen. Detaillierte Auskünfte dazu gab es heute jedoch noch nicht.

6.45 Uhr: Hier noch ein paar Informationen zum Model 3, die Musk auf der Bühne bekannt gegeben hat: Ein besonderes Plus des Wagens soll der großzügige Innenraum sein. Ein 2,13 Meter langes Surfbrett passe locker hinein. Fünf Personen sollen in dem Auto bequem Platz finden. Zudem gibt es vorn und hinten Kofferräume.

6.35 Uhr: Wir haben noch mal den Taschenrechner bemüht: 115.000 Reservierungen in 24 Stunden - das entspricht einem Bestellwert von gut vier Milliarden Dollar. Dabei sind 35.000 Dollar pro Auto angesetzt. Doch aufgrund der vielen Extras, die Tesla sich zusätzlich bezahlen lassen wird, dürfte das durchschnittliche Model 3 weit teurer sein.

Zahl der Reservierungen übertrifft Analystenschätzungen um Lichtjahre

6.25 Uhr: Mit der Zahl der Bestellungen übertrifft Tesla die Analystenschätzungen um Lichtjahre. Credit Suisse war zunächst von 100.000 Bestellungen "in den ersten Wochen" ausgegangen. Die Kollegen von Evercore ISI hatten 117.400 erwartet - bis zum Ende des Jahres. Nun sind es 115.000 in 24 Stunden. Crazy. Und Online-Reservierungen sind erst seit zwei Stunden möglich.

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Teslas neues Model 3: So sieht das Auto aus, das Audi, BMW und Mercedes fürchten

Foto: Tesla

6.07 Uhr: Über das Design des Autos und die Eigenschaften wird in ab jetzt sicher viel hin- und her diskutiert. Die Zahl der bisher eingegangenen Bestellungen von 115.000 Stück macht dagegen eher sprachlos. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Besteller das Auto noch gar nicht kannten. Da jeder 1000 Dollar angezahlt hat, macht das für Tesla also 115 Millionen Dollar in 24 Stunden. Faktisch ist es ein zinsloser Kredit.

Leichte Ähnlichkeiten mit dem Roadster: Teslas Model 3

Leichte Ähnlichkeiten mit dem Roadster: Teslas Model 3

Foto: manager magazin online

6.00 Uhr: Die gezeigten Model 3 hatten durchaus noch den Charakter von Konzeptfahrzeugen. Ein Blick in den Innenraum war kurz zu erhaschen: Darin ist wie beim Model S ein großer Touchscreen eingebaut, dieses Mal allerdings im Querformat.

5.58 Uhr: Das war's schon von Musk! Wir bleiben aber am Ball, sammeln Reaktionen und diskutieren das Auto.

5.57 Uhr: Laut Musk sind schon 115.000 Autos bestellt - in 24 Stunden. "Das ist wirklich verrrückt", sagt der Chef selbst.

5.56 Uhr: Jetzt kommt das Auto. Sieht ein bisschen aus wie ein Coupé. Ein rotes und zwei silberne Modelle stehen auf der Bühne. Kein Kühlergrill (wozu auch?). Die Frontscheinwerfer erinnern an den Roadster, sonst viel an das Model S.

5.55: Um das Auto zu bauen, braucht Tesla Batterien - viele Batterien. Dazu setzt das Unternehmen eine riesige Akkufabrik in die Wüste von Nevada. Ein Teil davon ist bereits funktionsfähig. Daher kann das Model 3 im kommenden Jahr ausgeliefert werden. "Ich bin da sehr zuversichtlich", sagt Musk und erntet Gelächter. Er ist für notorische Verspätungen bekannt. Der Wagen soll wie verkündet 35.000 Dollar kosten.

5.52: Der Wagen hat vorne und hinten Kofferräume, es wird standardmäßig möglich sein das Auto an Superchargern zu laden. Dazu will Musk die Zahl der Supercharger bis Ende 2017 verdoppeln.

5.50: Erste Infos zum Model 3: Die Reichweite soll für die Basisversion bei mindestens 215 Meilen liegen, das sind 344 Kilometer. Mehr als erwartet also. In der Sicherheitsbewertung soll es in allen Kategorien die beste Bewertung bekommen. Das Basismodell wird von 0 auf 100 in unter sechs Sekunden beschleunigen.

5.48 Uhr: Jetzt gibt sich Musk selbstkritisch: Die Türen seines Elektro-SUV Model X waren "herausfordernd".

5.45 Uhr: Musk hält die Spannung hoch - zunächst gibt er einen Überblick über die bisherigen Modelle von Tesla. Das Model S, die teure Luxuslimousine, habe die Entwicklung des Model 3 möglich gemacht.

5.40 Uhr: Musk teilt gleich einen Seitenhieb auf Volkswagen aus, ohne die Wolfsburger beim Namen zu nennen: Herkömmliche Autos stoßen giftige Gase aus, sagt er. Das Model 3 werde die nötigen Skaleneffekte erzielen, damit Elektroautos gut und günstig würden.

5.35 Uhr: Franz von Holzhausen betritt die Bühne, Teslas Designchef. Er bittet Elon Musk auf die Bühne. Schwarzes T-Shirt, darüber ein Jacket - so inszeniert der Milliardär sich heute Abend - vor 800 frenetischen Fans. "Das Auto ist wichtig für die Welt", sagt Musk. Und zwar wegen des Klimawandels. "Das letzte Mal hatten wir so viel CO2 in der Atmosphäre als die Primaten lernten aufrecht zu gehen." Es mache einen Unterschied, wenn die Welt sich für eine nachhaltige Mobilität entscheide.

5.25 Uhr: In einem Punkt ist Teslas Rechnung bereits aufgegangen: Das Interesse an dem Auto ist offenbar riesig. Vor den Tesla-Stores haben sich weltweit lange Schlangen gebildet. Vor allem in Kalifornien, an der US-Ostküste und Kanada standen zum Teil um die 500 Leute an - um 1000 Dollar Anzahlung zu leisten für ein Auto, dass sie noch nie gesehen haben. Auch in Hamburg war einiges los, wir haben uns das selbst angeschaut.

Freitag, 5.20 Uhr: Guten Morgen! Heute ist also der Tag, an dem es für Tesla um alles geht. Der kalifornische Elektroautobauer fordert die Autoindustrie mit seinem Model 3 heraus, einem abgasfreien Fahrzeug, dass über eine ordentliche Reichweite verfügen soll (mehr als 300 Kilometer) und bezahlbar sein soll (etwa 35.000 Dollar).

Schlangenbildung vor den Tesla-Stores am Donnerstag - auch in Deutschland

Donnerstag, 17.30 Uhr: In zwölf Stunden wird Elon Musk im Tesla-Designcenter in Los Angeles ein fahrfertiges Exemplar des Model 3 zeigen - und damit die erste Startmarke Richtung Mittelklasse und Massenhersteller setzen. Dass Teslas Hype-Maschine bereits vor dem eigentlichen Launch ordentlich warmgelaufen ist, zeigt die Schlange vor der Hamburger Niederlassung des Autoherstellers. Die Kalifornier haben allerdings auch von den Besten gelernt: Lesen Sie hier, welche Tricks sich Elon Musk und Co. bei Apple und Steve Jobs abgeschaut haben.

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Elektroautos für den Massenmarkt: Tesla-Fighter: So rüstet die Autobranche gegen das Model 3

Foto: Justin Prichard/ AP

Die Veranstaltung in Los Angeles startet um 20:30 Uhr Ortszeit am Donnerstagabend, also um 5:30 Uhr morgens deutscher Zeit. manager magazin online schaltet sich live zu dem Event in Kalifornien zu. Ab dem frühen Freitagmorgen berichten wir laufend über jene Veranstaltung, die für Teslas Zukunft immens wichtig ist.

Verfolgen Sie die Entwicklungen in unserem Liveticker. Sollten Sie sich bereits vorab schlau machen wollen: Berichtet haben wir bereits über die Tesla-Fighter aus Deutschland, Japan und den USA, über Opels Überholmanöver mit Strom - und über einen möglichen britischen Herausforderer.

Wir wünschen Ihnen eine erhellende Lektüre - und bleiben Sie Freitagmorgens mit uns ganz nah an Tesla dran!

Donnerstag, 14 Uhr: Das Interesse an dem Elektroauto ist im Vorfeld groß - auch weil Tesla die Öffentlichkeit geschickt mit Informationshappen füttert. Bisher sind nur ein paar grobe Eckdaten über das Auto bekannt. Das Model 3 wird Teslas bislang günstigstes Auto, zu Preisen ab 35.000 Dollar. Es soll mit vollem Akku mindestens 300 Kilometer weit kommen und wird frühestens Ende 2017 ausgeliefert.

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Opel-Ampera-e: Der Tesla-Jäger im Kleinformat

Foto: Opel

Ausgerechnet Opel, dem in Deutschland noch immer ein etwas dröges Image anhaftet, kommt Tesla dabei mit dem Ampera-e zuvor. Der wird wie sein Zwillingsmodell Chevrolet Bolt 320 Kilometer Reichweite haben und etwa gleich viel kosten wie der Tesla. Die Kalifornier müssen sich deutlich von dem Kleinwagen abheben - wie sie das schaffen wollen, wird die Model 3-Präsentation zeigen.

Donnerstag, 10 Uhr: Großkampftag für Tesla-Ladengeschäfte in den Innenstädten: Ab dem 31. März können Kunden das neue Model 3 direkt im Laden vorbestellen - also noch Stunden, bevor Elon Musk in Los Angeles das Elektroauto offiziell präsentiert.

Der Hamburger Tesla-Store hat um 10 Uhr geöffnet. Vor den Glastüren stehen bereits dutzende Elektroauto-Enthusiasten, die das Model 3 ungesehen reservieren wollen und dafür 1000 Dollar Anzahlung leisten. Was treibt sie zu dem Blind Date mit dem Stromer, der frühestens Anfang 2018 nach Europa kommt? Wir haben sie gefragt:

manager-magazin.de / Wochit

Lesen Sie dazu auch die große Analyse aus der März-Ausgabe des manager magazins: Der Existenzkampf - wie sich BMW, Mercedes und Audi gegen Tesla, Apple und Google rüsten

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