Bis zuletzt hatte Tech-Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk Optimismus für das dritte Quartal verbreitet - zuletzt mit einem Foto von einem Grillfest am Lagerfeuer auf dem Dach der Gigafactory. Am Mittwochabend dann aber musste Tesla Ernüchterndes vermelden: Insgesamt 1,4 Milliarden Dollar an Cash verbrannte der US-Elektroautobauer im Quartal - das entspricht einem Abfluss von 16 Millionen Dollar pro Tag. Das Unternehmen baut gerade seine Gigafactory und die Produktion für das Massenmodell "Model 3" auf - und verspricht seinen Anlegern dadurch den Durchbruch.
Im dritten Quartal allerdings fiel ein Rekordverlust von 619 Millionen Dollar (533 Mio Euro) an, im Vorjahreszeitraum (Q3 2016) hatte die Firma 22 Millionen Dollar verdient.
Anleger reagierten enttäuscht, obwohl ein deutlicher Verlust bereits erwartet worden war. Die Aktie von Tesla fiel nachbörslich um rund 5 Prozent und droht nun unter die Marke von 300 US-Dollar zurückzufallen.
Musk verschiebt Start der Massenproduktion des Model 3 auf Ende März
Für zusätzliche Nervosität sorgt: Trotz der immensen Investitionen und der überraschend hohen Verluste bleibt unklar, ob und wann Tesla (Kurswerte anzeigen) die Startschwierigkeiten bei der Produktion des Model 3 in den Griff bekommt. Musk musste eingestehen, dass seine Fertigungsziele nicht einzuhalten sind. Statt Ende des Jahres sollen nun erst spät im ersten Quartal 5000 Fahrzeuge pro Woche vom Band laufen.
Mit lediglich 260 hergestellten Model 3 verfehlte Tesla seine Ziele im dritten Quartal massiv. Im Brief an die Aktionäre hieß es, der Anlauf der Massenproduktion sei eine Herausforderung, die Fertigung werde aber stetig erhöht. Inzwischen will das Unternehmen einen wichtigen Grund für den Engpass gefunden haben.
"Wir machen weiter Fortschritte, die anfänglichen Engpässe zu lösen". Es sei aber schwer, vorauszusagen, wie lange es dauern werde, die Probleme zu bewältigen, so Musk.
Musk: "Habe wieder einen klaren Weg zur Sonne vor Augen"
Dennoch bemühte sich der Tech-Milliardär in der obligatorischen Telefonkonferenz nach Veröffentlichung der Quartalszahlen um Optimismus. "Ich war wirklich deprimiert vor drei oder vier Wochen", räumte Musk zwar ein. Doch: "Nun habe ich wieder einen klaren Weg zur Sonne vor Augen."
Seinen Kritikern hielt Musk entgegen, dass die 2003 gegründete Firma die Auslieferungen in den letzten fünf Jahren von 2500 auf 250.000 Autos erhöht habe. Die "Skeptiker da draußen" frage er, wer von ihnen das habe kommen sehen. "Ich nehme an keiner."
Analysten: Auslieferungen von Model S und Model X unter Erwartungen
Experten zeigten sich wenig beeindruckt. Nicht nur die Entwicklung beim Model 3 sei enttäuschend, sagte Efraim Levy vom Analysehaus CFRA im US-Finanzsender CNBC. "Auch beim Model S und Model X fielen die Zahlen geringer aus als angenommen." Vor allem die Gewinnspannen seien ernüchternd. Die beiden etablierten Premium-Modelle, häufig über 100 000 Dollar teuer, trieben bislang das Wachstum von Tesla. Die Zukunft gehört jedoch dem ab 35.000 Dollar erhältlichen Model 3, das dem E-Antrieb den Weg in den Mainstream ebnen soll.
Nicht zuletzt wegen der großen Versprechen von Tesla-Chef Musk sind die Erwartungen an Teslas ersten Mittelklasse-E-Auto riesig. Über 500.000 Vorbestellungen gibt es, an der Börse hat die Fantasie vom Durchbruch in den Massenmarkt die Tesla-Aktie über Monate beflügelt. Der Kurs ist seit Anfang des Jahres um über 50 Prozent gestiegen. Zeitweise hatte Tesla - trotz im Vergleich winziger Produktion - gar den Branchenriesen General Motors als wertvollsten US-Autokonzern am Markt abgelöst. Entsprechend hoch ist nun das Rückschlagpotenzial.
Tesla bestätigt Bau eines Werkes in China
Tesla hat unterdessen eine Einigung mit den chinesischen Behörden für den Bau eines Werks in Shanghai bestätigt. "Die chinesische Fabrik soll in etwa drei Jahren mit der Produktion beginnen", sagte Tesla-Chef Elon Musk am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Telefonkonferenz.
Dort solle in erster Linie das Tesla-Modell 3 für den chinesischen Markt und möglicherweise für weitere Länder in der Region gefertigt werden. Die Produktion des Wagens vor Ort sei "die einzige Möglichkeit, dieses Auto in China erschwinglich zu machen", sagte Musk.
Das "Wall Street Journal" hatte vergangene Woche über eine Einigung zwischen Tesla und den chinesischen Behörden für den Bau eines Werks in dem Land berichtet. Der Autobauer hatte dies zunächst nicht kommentieren wollen.
China treibt den Bau von E-Autos voran. Ab 2019 führt die Volksrepublik eine Quote ein: Die Autohersteller im Land müssen dann zehn Prozent ihrer Verkäufe mit Elektro- oder Hybridautos machen. Die ausländischen Autohersteller können diese Quote derzeit nicht erfüllen und versuchen deshalb zusammen mit ihren chinesischen Partnerunternehmen, den Anteil von E-Autos kräftig zu erhöhen.
1. Der Fertigungsanlauf holpert nach wie vor:
Die Massenproduktion von Teslas günstigstem Modell soll nun erst im März 2018 so richtig anlaufen - da will Musk dann 5000 Model 3 pro Woche bauen. Diese Marke sollte Tesla eigentlich bereits Ende 2017 erreichen.Laut Musk ist die Verzögerung aber nicht so bedeutend. Das Model 3 ...
... sei ein "10-Jahres-Programm", es gehe lediglich um eine Verschiebung von wenigen Monaten "im großen Plan der Dinge". Das sei "unwesentlich", so Musk. Er sei optimistisch, die Probleme in den Griff zu bekommen. Anfang Oktober sei er noch richtig deprimiert gewesen, doch nun sehe er schon "einen klaren Weg zum Sonnenschein".
2. Engpass wegen eines Zulieferer-Problems:
Laut Musk resultieren die Engpässe bei der Model 3-Fertigung aus einem Problem bei der Fertigung der Batteriezellen in der Gigafactory. Die sollte hochautomatisiert laufen, doch ein Zulieferer für Systemintegration habe da viel zu viel versprochen. "Der hat wirklich Mist gebaut", drückte es Musk vor Analysten aus. Zum Sündenbock machte ihn Musk aber nicht:
Letztlich sei Tesla dran schuld, den falschen Zulieferer ausgewählt zu haben. Teslas Team musste laut Musk die komplette Software für die Steuerung einer bestimmten Batteriemodul-Fertigungszone umschreiben. Das habe um einiges länger gedauert als geplant. Daraus habe man aber auch eine dreimal so effektive vierte Produktionslinie entwickelt. Nun arbeite auch Teslas deutsche Tochter Grohmann Automation an dem Thema. "Wir machen da sehr schnelle Fortschritte", so Musk.
3. Prognosen zu Produktionszahlen werden vage:
Die aktuellen wöchentlichen Produktionszahlen für das Model 3 wollte Musk auf Nachfrage nicht nennen. "Da interpretieren die Leute zu viel hinein", erklärte er den Analysten. Auch eine Ziel-Zahl für das Ende des vierten Quartals wollte Musk nicht nennen - da gebe es aktuell zu viel Unsicherheit.
Immerhin: für das Ende des ersten Quartals 2018 nannte er die Zahl von 5000 Model 3 pro Woche, die dann von den Bändern rollen sollen. Und, so versicherte er Analysten, die Produktion laufe nun an. Und die Hochlaufkurve sei exponentiell, nicht linear. Doch wann genau Tesla dann 10.000 Model 3 pro Woche fertigen werde, da wollte sich Musk nun nicht exakt festlegen.
4. Tesla bleibt bei seinen Renditezielen für das Model 3:
Um seine Investoren bei der Stange zu halten, stellte Musk wieder einmal hohe Profite für sein Massenmodell in Aussicht. Tesla sei zuversichtlich, langfristig eine Marge von 25 Prozent oder mehr für das Model 3 zu schaffen, erklärte Musk. Das sei möglich, wenn die Produktion hochautomatisiert ablaufe, ergänzte Tesla-Technikchef JB Straubel.
Zuversicht versuchte auch Teslas Finanzchef Deepak Ahuja zu verbreiten: Er erklärte, dass die letzten paar Monate keine Auswirkungen auf die bisherigen Prognosen haben. Tesla bleibt also bei den Voraussagen für die Materialkosten, die Fertigung, Gemeinkosten und Abschreibungen.
1. Der Fertigungsanlauf holpert nach wie vor:
Die Massenproduktion von Teslas günstigstem Modell soll nun erst im März 2018 so richtig anlaufen - da will Musk dann 5000 Model 3 pro Woche bauen. Diese Marke sollte Tesla eigentlich bereits Ende 2017 erreichen.Laut Musk ist die Verzögerung aber nicht so bedeutend. Das Model 3 ...
Letztlich sei Tesla dran schuld, den falschen Zulieferer ausgewählt zu haben. Teslas Team musste laut Musk die komplette Software für die Steuerung einer bestimmten Batteriemodul-Fertigungszone umschreiben. Das habe um einiges länger gedauert als geplant. Daraus habe man aber auch eine dreimal so effektive vierte Produktionslinie entwickelt. Nun arbeite auch Teslas deutsche Tochter Grohmann Automation an dem Thema. "Wir machen da sehr schnelle Fortschritte", so Musk.
Foto: Rich Pedroncelli/ AP
3. Prognosen zu Produktionszahlen werden vage:
Die aktuellen wöchentlichen Produktionszahlen für das Model 3 wollte Musk auf Nachfrage nicht nennen. "Da interpretieren die Leute zu viel hinein", erklärte er den Analysten. Auch eine Ziel-Zahl für das Ende des vierten Quartals wollte Musk nicht nennen - da gebe es aktuell zu viel Unsicherheit.
Immerhin: für das Ende des ersten Quartals 2018 nannte er die Zahl von 5000 Model 3 pro Woche, die dann von den Bändern rollen sollen. Und, so versicherte er Analysten, die Produktion laufe nun an. Und die Hochlaufkurve sei exponentiell, nicht linear. Doch wann genau Tesla dann 10.000 Model 3 pro Woche fertigen werde, da wollte sich Musk nun nicht exakt festlegen.
Foto: James Glover/ REUTERS
4. Tesla bleibt bei seinen Renditezielen für das Model 3:
Um seine Investoren bei der Stange zu halten, stellte Musk wieder einmal hohe Profite für sein Massenmodell in Aussicht. Tesla sei zuversichtlich, langfristig eine Marge von 25 Prozent oder mehr für das Model 3 zu schaffen, erklärte Musk. Das sei möglich, wenn die Produktion hochautomatisiert ablaufe, ergänzte Tesla-Technikchef JB Straubel.
Zuversicht versuchte auch Teslas Finanzchef Deepak Ahuja zu verbreiten: Er erklärte, dass die letzten paar Monate keine Auswirkungen auf die bisherigen Prognosen haben. Tesla bleibt also bei den Voraussagen für die Materialkosten, die Fertigung, Gemeinkosten und Abschreibungen.
Foto: Handout/ REUTERS
1. Der Fertigungsanlauf holpert nach wie vor:
Die Massenproduktion von Teslas günstigstem Modell soll nun erst im März 2018 so richtig anlaufen - da will Musk dann 5000 Model 3 pro Woche bauen. Diese Marke sollte Tesla eigentlich bereits Ende 2017 erreichen.Laut Musk ist die Verzögerung aber nicht so bedeutend. Das Model 3 ...
Letztlich sei Tesla dran schuld, den falschen Zulieferer ausgewählt zu haben. Teslas Team musste laut Musk die komplette Software für die Steuerung einer bestimmten Batteriemodul-Fertigungszone umschreiben. Das habe um einiges länger gedauert als geplant. Daraus habe man aber auch eine dreimal so effektive vierte Produktionslinie entwickelt. Nun arbeite auch Teslas deutsche Tochter Grohmann Automation an dem Thema. "Wir machen da sehr schnelle Fortschritte", so Musk.
Foto: Rich Pedroncelli/ AP
3. Prognosen zu Produktionszahlen werden vage:
Die aktuellen wöchentlichen Produktionszahlen für das Model 3 wollte Musk auf Nachfrage nicht nennen. "Da interpretieren die Leute zu viel hinein", erklärte er den Analysten. Auch eine Ziel-Zahl für das Ende des vierten Quartals wollte Musk nicht nennen - da gebe es aktuell zu viel Unsicherheit.
Immerhin: für das Ende des ersten Quartals 2018 nannte er die Zahl von 5000 Model 3 pro Woche, die dann von den Bändern rollen sollen. Und, so versicherte er Analysten, die Produktion laufe nun an. Und die Hochlaufkurve sei exponentiell, nicht linear. Doch wann genau Tesla dann 10.000 Model 3 pro Woche fertigen werde, da wollte sich Musk nun nicht exakt festlegen.
Foto: James Glover/ REUTERS
4. Tesla bleibt bei seinen Renditezielen für das Model 3:
Um seine Investoren bei der Stange zu halten, stellte Musk wieder einmal hohe Profite für sein Massenmodell in Aussicht. Tesla sei zuversichtlich, langfristig eine Marge von 25 Prozent oder mehr für das Model 3 zu schaffen, erklärte Musk. Das sei möglich, wenn die Produktion hochautomatisiert ablaufe, ergänzte Tesla-Technikchef JB Straubel.
Zuversicht versuchte auch Teslas Finanzchef Deepak Ahuja zu verbreiten: Er erklärte, dass die letzten paar Monate keine Auswirkungen auf die bisherigen Prognosen haben. Tesla bleibt also bei den Voraussagen für die Materialkosten, die Fertigung, Gemeinkosten und Abschreibungen.
Foto: Handout/ REUTERS
Volvo ist mit seinem Tesla-Fighter schon ziemlich weit: Die Schweden haben Details zum Polestar 1 enthüllt - dem ersten Modell ihrer Tochter Polestar, die von der Performance- zur Elektroautomarke umgemodelt wird. Der 2+2-Türer wird 4,50 Meter lang und 600 PS stark, Anleihen an den großen Bruder S90 sind außen ebenso unverkennbar ...
... wie im Inneren. Mit nordisch-hellem Wohlfühlambiente ist bei einem Fahrzeug mit 1000 Nm Drehmoment offenbar Schluss: Innen zeigt sich der Wagen eher düster-aggressiv. Ein reinrassiges Elektroauto ist der Polestar 1 mit seinem Verbrenner an Bord zwar nicht, doch 150 Kilometer Elektroreichweite sind für einen Plugin-Hybriden beachtlich ...
... und gut das Dreifache dessen, was Volvo etwa in seinem Plugin-Hybriden XC90 T8 Twin Engine anbietet. Vorlage für den Polestar 1 ist diese Volvo-Studie aus dem Jahr 2013, die nur im Detail für die neue Marke verändert wurde.
Der Polestar1 nutzt zwar viele Komponenten aus dem Volvo-Teileregal. Doch die Hälfte der Teile aus Volvos Baukasten SPA wurde den Schweden zufolge verändert. So erhält der Polestar 1 etwa ein neues aktiv gesteuertes Dämpfungssystem. Und die Konfiguration mit einem Benziner, zwei E-Motoren, einem Lithium-Ionen-Akku für 150 Kilometer und einer Karbon-Karosserie gibt es so in keinem Volvo-Modell.
Gebaut wird der Polestar 1 nicht in Schweden, sondern im fernen China. Für die neue Marke baut der chinesische Volvo-Eigentümer Geely eine neue Fabrik in Chengdu. Vom Polestar 1 sollen dort nur 500 Autos im Jahr gebaut werden. Die rollen bereits Mitte 2019, also ziemlich zügig von den Bändern. Mit den Modellen 2 und 3 will die Marke dann bald in den fünfstelligen Bereich kommen.
Der Preis des 600 PS-Geschosses? Noch ungenannt, und möglicherweise wird Volvo ihn auch nie nennen. Denn der Polestar 1 wird nicht verkauft, sondern vermietet - mit einer Flatrate als zwei- oder dreijährigem Abonnement. Praktisch für die Kunden: Sie können mit ihrem Abo auch auf andere Volvo-Fahrzeuge wechseln.
Als Chef der neuen Marke fungiert der deutsche Volvo-Designchef Thomas Ingenlath. Der kündigt bereits an, dass alle künftigen Polestar-Modelle einen vollelektrischen Antriebsstrang besitzen werden. Der Polestar 2 soll ausschließlich per Batteriepower angetrieben werden und Teslas Model 3 Konkurrenz machen. Dritter Streich im Polestar-Angebot wird ein SUV-ähnliches Fahrzeug.
Konfigurieren und bestellen lassen sich sich die Polestar-Modelle ausschließlich online. Immerhin soll es - wie bei Tesla - eigene Schauräume für die neue Schweden-Marke geben. Ob sich das Design künftig stärker von Volvo emanzipieren wird, steht noch in den nordischen Sternen. Das breite Heck des Polestar 1 ist zwar selbstbewusst, die Anklänge an Volvos Limousine S90 sind aber unverkennbar.
BMW baut einen veritablen Tesla-Fighter in Serie: Der i4, eine vollelektrische Limousine auf Basis der BMW-Studie i Vision (im Bild), wird künftig in München gebaut. Das erklärte BMW-Chef Harald Krüger auf dem Genfer Autosalon. Vom Band rollen könnte der i4 bereits ab 2020, heißt es in Berichten. Der Wagen zielt direkt auf Teslas Model 3 ...
... er soll eine Reichweite von rund 600 Kilometern bieten und den Sprint von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden abspulen. Bis 2025 will BMW weltweit 25 elektrifizierte Modelle anbieten, den Anfang machen ...
... der Mini, der ab 2019 auch als reines Elektroauto zu haben sein wird. Dessen Leistungsdaten werden allerdings nicht an die Werte eines Tesla Model S heranreichen. Danach folgt eine Batterieversion des SUV X3 und dann der i4 - sowie weitere Hybridmodelle. 2017 hat BMW über 100.000 Modelle elektrifizierte Modelle verkauft.
Tesla-Chef Elon Musk hat sein Massenmarkt-Modell bewusst "Model 3" genannt - es ist eine Anspielung auf BMWs 3er-Serie. Die ersten Model 3 wurden Anfang 2018 an Kunden außerhalb des Tesla-Mitarbeiterkreises übergeben. Mit einem Grundpreis von 35.000 Dollar will Tesla nun den Massenmarkt aufrollen. Das Hochfahren der Produktion bereitet Tesla jedoch nach wie vor Probleme - was der Konkurrenz ein wenig Zeit verschafft, an ihren künftigen Elektromodellen zu feilen ...
... die schwedische Marke Volvo etwa modelt im Eiltempo die Performance-Tochter Polestar zur eigenständigen Elektroauto-Marke um. Auf dem Genfer Autosalon steht das erste Modell der neuen Marke, der Polestar 1 - ein 4,50 Meter langes Plugin-Hybrid-Coupé mit insgesamt 600 PS Leistung. Die Batteriereichweite gibt Volvo mit 150 Kilometern an. Die Produktion des Wagens ...
... läuft Mitte 2019 an, er soll zwischen 130.000 und 150.000 Euro Basispreis kosten. Das zweite Modell der Marke wird eine Limousine mit rein elektrischem Antrieb, das dritte ein SUV. Doch auch bei der Kernmarke setzt Volvo großflächig auf Elektroantrieb. Ab 2019 will Volvo ausschließlich Neuwagen mit Elektromotor an Bord verkaufen - also reine Elektroautos, Plugin- und Mildhybride.
Zwischen 2019 und 2021 will Volvo fünf rein batteriegetriebene Modelle auf den Markt bringen. Der erste reinrassige Elektro-Volvo soll noch 2019 in den Handel kommen, zwischen 35.000 und 40.000 Dollar kosten und mindestens 250 Meilen (rund 400 km) mit einer Akkuladung fahren. Gebaut wird das Auto wohl auf Volvos Kompaktwagen-Plattform CMA. Sie dient auch dem kürzlich auf den Markt gebrachten Kompakt-SUV XC40 (im Bild) als Basis.
Audi ist da um einen Hauch früher dran mit seinem Tesla-Fighter. Ab Ende 2018 soll der Audi e-tron quattro bei den Händlern stehen. Bereits auf der IAA 2015 zeigte Audi einen Prototypen des Autos - in Genf steht ein weiterer, noch getarnter Prototyp (im Bild). Dabei soll das Auto bereits ab Mitte 2018 in Brüssel vom Band rollen. Mit einer Batterieladung soll der Audi unter Alltagsbedingungen mehr als 500 Kilometer weit fahren und in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.
Der Wagen soll mit bis zu 150 kW Ladeleistung zurechtkommen - und so innerhalb von 30 Minuten fast volltanken können, verspricht Audi. Der vermutlich wohl 100.000 Euro teure Q6 soll kein Einzelgänger bleiben: Bis 2020 wollen die Ingolstädter drei Elektroauto-Modelle am Start haben. Auf den Elektro-SUV soll nach Informationen von manager-magazin.de zunächst ...
... ein coupéhaftes Derivat folgen. Danach stellt Audi die neue Generation des A3 e-tron vollständig auf Batterieantrieb um - bisher war der A3 nur als Plugin-Hybrid im Handel. Zum ersten Mal wird dabei die Konzern-Elektroplattform MEB zum Einsatz kommen. Bis 2025 will Audi mehr als 20 Elektroautos und Plugin-Hybride am Markt haben - sie sollen ein Viertel des Audi-Gesamtabsatzes ausmachen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 schraubt auch ein britischer Konkurrent seine E-Auto-Ambitionen hoch...
... bereits Ende 2016 hat die zum indischen Tata-Konzern gehörende Nobelmarke ihr E-Auto Jaguar I-Pace vorgestellt. In Genf steht nun die Serienversion des Wagens (im Bild), der im zweiten Halbjahr 2018 in Deutschland erhältlich sein wird. Abgeleitet ist der I-Pace von Jaguars erstem SUV F-Pace, der seit Anfang 2016 auf dem Markt ist. Entstanden ist die ziemlich seriennahe Elektroauto-Studie ...
... unter der Leitung von Wolfgang Ziebart, dem einstigen Infineon-Chef und ehemaligen BMW-Manager. In Bayern hat auch Jaguar Land Rover-Gesamtchef Ralf Speth sein Handwerk gelernt. Exakt an deutschen Konkurrenten orientieren sich auch die Leistungsdaten des Elektro-Jags: 500 Kilometer Reichweite mit einer 90 kWh großen Batterie, 400 PS, auf 0-100 km/h in rund 4 Sekunden ...
... an CCS-Schnellladesäulen lässt sich der Akku in 90 Minuten zu 80 Prozent füllen. Große Touchscreens und ein luftiges Inneres sind klarer Fingerzeig in Richtung Tesla Model X. Die Preise dürften sich ebenso an dem kalifornischen Elektro-SUV orientieren, der ab 100.000 Euro zu haben ist.
Da will Daimler nicht zurückstehen - die Stuttgarter beschleunigen ihre Elektroauto-Pläne ebenfalls. Zunächst baut Daimler seine Palette an Plugin-Hybriden aus, im Jahr 2019 soll das erste Modell der neuen Konzern-Elektroautomarke EQ auf den Markt kommen. Einen Prototypen namens EQC (im Bild) stellte Mercedes auf dem Pariser Autosalon im Herbst 2016 vor. Die Reichweite des Fahrzeugs, das auf der Architektur des SUVs GLC basiert, soll bis zu 500 Kilometern im Alltag betragen, dafür verbaut Mercedes einen 110 kWh-Akku.
Preise hat Mercedes noch keine genannt. Das Cockpit dürfte volldigital und beinahe schalterfrei werden - geht es nach dem Konzeptwagen, bleiben einzig die Tasten für die Sitzverstellung erhalten. Bis zum Jahr 2022 will der Hersteller zehn neue Elektromodelle auf den Markt bringen - ursprünglich war dafür ein Zeitraum bis 2025 geplant. Dafür entwickelt Daimler eine eigene Elektroauto-Architektur. In sieben Jahren soll der Anteil reiner Stromer am Gesamtabsatz bei 15 bis 25 Prozent liegen.
Große Elektroauto-Pläne hat auch Porsche: Der Stuttgarter Sportwagen bringt 2019 seinen Mission E getauften, ersten reinen Strom-Sportwagen gegen Tesla in Stellung. Der Batteriebolide der Zuffenhausener bietet 600 PS und soll mit einer Akkuladung 500 Kilometer weit kommen. Danach soll es Schlag auf Schlag gehen, wie manager magazin bereits im Sommer 2017 berichtete ...
... dem Mission E soll innerhalb von ein bis zwei Jahren ein rein batteriegetriebenes SUV-Coupé folgen. Eine entsprechende Studie (Mission E Cross Turismo, im Bild) stellte Porsche in Genf vor. Die zweite Generation des Bestsellers Macan wird wohl nur mehr elektrisch fahren. 2023 sollen so die Hälfte aller Porsche-Neuwagen einen Elektroantrieb an Bord haben. Damit die anspruchsvolle Klientel umsteigt, arbeiten die Porsche-Ingenieure an einem Turbo-Schnellladesystem. In 15 Minuten soll sich die Batterie des Mission E zu 80 Prozent laden lassen.
Auch die große Konzernschwester VW polt auf Elektro um. Im Jahr 2020 soll das erste Modell der neuen Elektroauto-Submarke I.D .auf den Markt kommen. Eine erste Studie dafür präsentierte im Herbst 2016. Außen hat der I.D. die Maße eines Golfs, innen verspricht VW Platzverhältnisse wie im größeren Passat. In Serienversion soll der Wagen rund 600 Kilometer Reichweite bieten. Zuletzt zeigten die Wolfsburger auf Automessen weitere I.D.-Prototypen, etwa ein SUV-Coupé ...
... auf dem Genfer Autosalon 2018 präsentierten die Wolfsburger einen Ausblick auf das Top-Modell der I.D-Familie: Einen Limousinen-Prototypen namens Vizzion. Das Serienmodell soll ab 2022 verkauft werden - und dann bereits auf das vollautonome Fahren vorbereitet sein. In neun Jahren soll ein Viertel des Konzernabsatzes von Elektroautos stammen, Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller will dann über alle Marken hinweg 30 E-Modelle anbieten.
Konkurrenz droht Tesla aber nicht nur von den etablierten Autoherstellern - sondern auch von Startups aus China. So zeigte das erst Anfang 2016 gegründete Startup Byton im Januar 2018 auf der CES in Las Vegas seinen ersten, aufsehenerregenden Prototypen: Einen Elektro-SUV, der in Standardausführung 400 Kilometer weit mit einer Batterieladung fahren und rund 45.000 Dollar kosten soll. Bereits Ende 2019 soll der Wagen in China auf den Markt kommen, 2020 soll der Wagen auch in den USA und Europa erhältlich sein.
Im Inneren bietet der Wagen einen 1,25 Meter breiten und 25 Zentimeter hohen Bildschirm über die gesamte Breite des Autos. Entriegeln lässt sich das Auto per Gesichtserkennung, bedienen durch Gesten- und Sprachsteuerung. Zum Marktstart soll der Wagen über längere Strecken komplett autonom fahren können. Der gezeigte Prototyp ist laut Byton schon nahe am Serienauto dran. Entwickelt wird das Auto von einem hochkarätigen Team rund um Carsten Breitfeld, dem Ex-Entwicklungsleiter der BMW-Elektroautosparte i.
Elektroauto-Pionier Tesla kämpft derweil damit, seine ehrgeizigen Pläne für sein Model 3 Realität werden zu lassen. Die Produktion des Mittelklasse-Modells (35.000 Dollar Einstiegspreis, Reichweite rund 350 Kilometer) lief viel langsamer an als geplant. Die gröbsten Probleme sollen aber laut Tesla-Chef Elon Musk Ende März behoben sein, im Februar 2018 liefen wöchentlich wohl mehr als 1000 Model 3 vom Band. Ende März sollen es bereits 2500 sein, bis Ende Juni 5000 Stück pro Woche, verspricht Musk nun.
Wenig Glück hatte Opel mit seinem Frühstart gegen Tesla: Der Fünftürer Ampera-e mit 500 Kilometer offizieller Reichweite kam bereits Ende 2017 in den Handel. Wegen der Übernahme durch PSA war das Auto aber längere Zeit nicht lieferbar - nun werden immerhin die Bestellungen abgearbeitet. Der Preis liegt nach Abzug der deutschen Elektroauto-Förderung bei 35.000 Euro.
Eine Klasse unterhalb des Model 3 hat Nissan nachgeladen - und könnte mit der Neuauflage seines Elektroauto-Bestsellers Leaf Tesla durchaus ein paar Kunden abgraben. Seit Anfang 2018 wird der neue Leaf ausgeliefert, er kommt mit seinem 40 kWh-Akku nun im Alltag wohl gut 250 Kilometer weit - und kostet nur knapp über 30.000 Euro. So
Ein bisschen nachgebessert hat auch Ford: Der Focus Electric ist seit gut einem Jahr mit etwas größerer Batterie (225 km offizielle Reichweite) und schnellerem Ladesystem erhältlich. Ein Schnäppchen ist er mit rund 35.000 Euro Basispreis allerdings nicht. Bis 2020 investiert Ford 4,5 Milliarden Dollar in 13 neue Modelle mit Elektro- und Hybridantrieb. Ob Ford damit gegen Tesla ankämpfen kann, muss sich aber noch weisen.
... dem Mission E soll innerhalb von ein bis zwei Jahren ein rein batteriegetriebenes SUV-Coupé folgen. Eine entsprechende Studie (Mission E Cross Turismo, im Bild) stellte Porsche in Genf vor. Die zweite Generation des Bestsellers Macan wird wohl nur mehr elektrisch fahren. 2023 sollen so die Hälfte aller Porsche-Neuwagen einen Elektroantrieb an Bord haben. Damit die anspruchsvolle Klientel umsteigt, arbeiten die Porsche-Ingenieure an einem Turbo-Schnellladesystem. In 15 Minuten soll sich die Batterie des Mission E zu 80 Prozent laden lassen.
Foto: HAROLD CUNNINGHAM/ AFPElektroauto-Pionier Tesla kämpft derweil damit, seine ehrgeizigen Pläne für sein Model 3 Realität werden zu lassen. Die Produktion des Mittelklasse-Modells (35.000 Dollar Einstiegspreis, Reichweite rund 350 Kilometer) lief viel langsamer an als geplant. Die gröbsten Probleme sollen aber laut Tesla-Chef Elon Musk Ende März behoben sein, im Februar 2018 liefen wöchentlich wohl mehr als 1000 Model 3 vom Band. Ende März sollen es bereits 2500 sein, bis Ende Juni 5000 Stück pro Woche, verspricht Musk nun.
Foto: Handout ./ REUTERS... dem Mission E soll innerhalb von ein bis zwei Jahren ein rein batteriegetriebenes SUV-Coupé folgen. Eine entsprechende Studie (Mission E Cross Turismo, im Bild) stellte Porsche in Genf vor. Die zweite Generation des Bestsellers Macan wird wohl nur mehr elektrisch fahren. 2023 sollen so die Hälfte aller Porsche-Neuwagen einen Elektroantrieb an Bord haben. Damit die anspruchsvolle Klientel umsteigt, arbeiten die Porsche-Ingenieure an einem Turbo-Schnellladesystem. In 15 Minuten soll sich die Batterie des Mission E zu 80 Prozent laden lassen.
Foto: HAROLD CUNNINGHAM/ AFPElektroauto-Pionier Tesla kämpft derweil damit, seine ehrgeizigen Pläne für sein Model 3 Realität werden zu lassen. Die Produktion des Mittelklasse-Modells (35.000 Dollar Einstiegspreis, Reichweite rund 350 Kilometer) lief viel langsamer an als geplant. Die gröbsten Probleme sollen aber laut Tesla-Chef Elon Musk Ende März behoben sein, im Februar 2018 liefen wöchentlich wohl mehr als 1000 Model 3 vom Band. Ende März sollen es bereits 2500 sein, bis Ende Juni 5000 Stück pro Woche, verspricht Musk nun.
Foto: Handout ./ REUTERS