Freitag, 19. Juli 2019

Warum Musk einen deutschen Maschinenbauer übernimmt Tesla will europäische "Gigafactory 2" mit deutscher Hilfe bauen

Teslas Gigafactory: Hier entsteht die größte Fabrik der Welt
Tesla

2. Teil: Musk will noch 2017 über Riesenfabrik in Europa entscheiden

Die Entscheidung über den Ort für diese "Gigafactory 2", wie er sie selbst nannte, soll noch 2017 fallen. Und sie wird deutlich anders aussehen als die Riesen-Batteriefabrik in der Wüste von Nevada. Denn Musk sprach in Prüm davon, dass er Autoproduktion und Batterieherstellung an einem Ort konzentrieren wolle - als "integrierte Gigafactory", wie er es selbst bezeichnete.

Damit verschärft Musk auch das europaweite Wettrennen um Batteriefabrik-Standorte. Denn Europas Autohersteller werden für ihre ehrgeizigen Elektroauto-Pläne wohl mehrere Batteriefabriken in Europa benötigen.

Tesla sei gerade dabei, seine Produktionsstrategie neu zu erfinden als "Maschine, die die Maschine baue", führte Musk laut Elektrek aus. Der Kauf des pfälzischen Automatisierungsspezialisten Grohmann soll beim Design dieser Über-Maschine helfen.

Tesla standardisiert seine Fabriken - wie ein traditioneller Hersteller

Damit plant Tesla im Grunde etwas, was traditionelle Autohersteller schon lange tun: Die Standardisierung ihrer eigenen Werke. Denn Musk sprach auch davon, dass es in Europa langfristig "mindestens eine, und vielleicht auch zwei oder drei" solcher integrierten Gigafactories geben soll.

Der Unterschied zu Volkswagen Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen & Co: Die traditionellen Autohersteller lagern zunehmend Produktionsteile an Zulieferer aus, während Tesla offenbar den entgegengesetzten Weg geht. Eine Batteriefabrik mit angeschlossenem Autowerk hat jedenfalls keiner der etablierten Autohersteller im Programm - oder in Planung.

Foto: AP / Wochit
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