70 Cent pro Kilowattstunde Tesla öffnet Ladesäulen für alle

Zusatzgeschäft: An 16 Tesla-Ladestationen mit insgesamt 314 Ladesäulen in Deutschland können künftig auch Fahrzeuge anderer Marken geladen werden.
Tesla-Ladesäulen können jetzt auch von anderen Autos genutzt werden

Tesla-Ladesäulen können jetzt auch von anderen Autos genutzt werden

Foto: MiS / IMAGO

In einigen anderen Ländern war es bereits seit Monaten möglich, jetzt hat der US-Elektroautobauer Tesla mit einer Nachricht via Twitter auch den Start eines Zusatzgeschäfts in Deutschland  verkündet: Neuerdings können die Schnelllader des Tech-Unternehmens auch von anderen E-Autos genutzt werden. Zuvor waren sie nur der Eigenmarke vorbehalten.

Der Großteil der neu verfügbaren Supercharger konzentriert sich auf Bayern und Nordrhein-Westfalen. An insgesamt 16 Ladestationen mit insgesamt 314 Ladesäulen in Deutschland und an weiteren in der Schweiz, in Finnland, Dänemark und Luxemburg bekommen nun auch andere Marken Strom in Hochgeschwindigkeit.

Umsonst ist das jedoch nicht: 70 Cent kostet die Kilowattstunde für andere E-Autos. Das Laden muss über die Tesla-App abgerechnet werden. Wer eine monatliche Mitgliedsgebühr von 12,99 Euro zahlt, bekommt den Strom günstiger – für 55 Cent die Kilowattstunde. In Frankreich, Spanien, Norwegen, Großbritannien, Schweden, Österreich, Belgien und den Niederlanden läuft dieser Test für die Öffnung der Supercharger für Fremdfabrikate schon länger.

Seit 2012 hat Tesla mehr als 35.000 Schnellladestationen weltweit für seine Autos errichtet. Das Laden war bis 2017 sogar kostenlos. Auch heute noch können die Modelle X und S mit einem Baujahr vor 2017 kostenlos ihr Auto laden.

Tesla will Tausende Stellen streichen

Aktuell macht das Unternehmen negative Schlagzeilen: Tesla-Chef Elon Musk (50) hatte Anfang des Monats angekündigt, aus Angst vor einer Rezession Tausende Stellen bei dem Elektroautobauer zu streichen. Das wird er jetzt umsetzen, wie er bei einer Veranstaltung von Bloomberg bestätigte.

mje/ Reuters