Freitag, 21. Februar 2020

US-Verkehrsaufsicht untersucht Tesla-Unfall Tesla-Autopilot versagt - Fahrer verunglückt tödlich

Tödlicher Unfall mit einem Tesla S: Offenbar hat die Steuerungssoftware des Autopiloten versagt

In den USA ist ein Fahrer mit einem autonom gesteuerten Tesla Model S bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der Fall ist ein schwerer Rückschlag für Tesla-Chef Elon Musk, aber auch für die Protagonisten selbstfahrender Fahrzeuge. Denn allem Anschein nach hat die Steuerungssoftware versagt.

Erstmals ist ein Tesla-Fahrer bei einer Fahrt mit eingeschaltetem Autopiloten tödlich verunglückt. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht den Zusammenstoß des Autos mit einem Lkw in den USA, teilte Tesla am späten Donnerstagabend in seinem Unternehmensblog mit. Tesla spricht darin von einem "tragischen Verlust". Es handle sich um den "ersten bekannt gewordenen Todesfall" bei einer Fahrt mit dem Autopiloten.

Für den Elektroautopionier ist das ein herber Schlag, denn kein Autobauer steht derzeit so unter Beobachtung wie das Unternehmen von Elon Musk. Zuletzt hatte es Berichte über mögliche Sicherheitsmängel mit der Aufhängung des Model S gegeben. Auch hier prüft die NHTSA. Der Autoblogger Edward Niedermeyer hatte behauptet, dass ein möglicher Defekt bei der Aufhängung sogar dazu führen könnte, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Tesla hatte dem vehement widersprochen.

Der Unfall ereignete sich, als ein Lastzug im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Auto des Tesla-Modells S die Straße kreuzte. "Weder der Autopilot noch der Fahrer konnten die weiß eingefärbte Seite des Lkw von dem taghellen Himmel dahinter unterscheiden, so dass die Bremsfunktion nicht ausgelöst worden ist", räumt Tesla in dem Unternehmensblog ein.

Das Model S sei dann seitlich in den Lkw gefahren, wobei seine Windschutzscheibe eingedrückt worden sei. Hätte sich das selbstfahrende Auto von vorne oder von hinten dem Lkw genähert, hätte sein eingebautes "Unfallvorbeugungssystems wahrscheinlich ernstere Verletzungen verhindert", teilte Tesla weiter mit.

Wie viel für Tesla auf dem Spiel steht, lässt sich auch daran erkennen, dass die Behörde nach eigenen Angaben ein Team von Sonderermittlern an den Unfallort geschickt hat.

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