Sonntag, 26. Januar 2020

Elon Musk will E-Lkw im September präsentieren Teslas Elektro-Laster soll bis zu 500 Kilometer schaffen

Tesla-Chef Elon Musk: Mit einer Reichweite von knapp 500 Kilometern läge der E-Laster "Semi" zwar weit vorn, das Gefährt ist aber noch kein echter Konkurrent für die Schwerlasttransporter im Fernverkehr

2. Teil: Ob "Streetscooter" oder "Urban eTruck" - Elektro-Lastwagen haben in einem Punkt das Nachsehen

Auch andere Wettbewerber arbeiten mit Hochdruck an elektrischen Lkw. Daimler zum Beispiel stellte im Sommer vergangenen Jahres seinen ersten Elektro-Konzept-Truck vor - und damit noch lange vor Tesla. Das gut 10 Meter lange Gefährt soll gut 200 Kilometer weit kommen, versprach seinerzeit Lkw-Entwicklungschef Sven Ennert - bei voller Beladung wohlgemerkt.

Daimler sieht das größte Potential für Elektro-Lkw vor allem in und im Umkreis von Städten, deren Verwaltungen und Bürgermeister immer sensibler auf den Stickoxidausstoß von Dieselfahrzeugen reagieren und mit einem Fahrverbot für die Selbstzünder drohen.

In diesem Segment der leichteren Elektro-Lieferwagen für den Stadtverkehr ist bereits die Deutsche Post mit ihrem "Streetscooter" am Start, einem E-Lieferwagen mit bis zu 80 Kilometer Reichweite. Eine etwas größere Version mit bis zu 20 Kubikmetern Ladekapazität will die Post zusammen mit Ford jetzt auf den Markt bringen.

Bis schwere Elektro-Sattelschlepper mit mehreren Dutzend Tonnen Gesamtgewicht den Fernverkehr auf Deutschlands und Europas Straßen bestimmen werden, dürfte wohl noch viel Zeit ins Land gehen, zeigte sich vor einem Jahr auch noch Daimler-Nutzfahrzeugchef Wolfgang Bernhard überzeugt.

Um herkömmliche Diesel-Lkw von den Fernstraßen zu verdrängen, müssten Elektro-Schwerlaster mindestens 600 bis 800 Kilometer mit einer Akkuladung bewältigen können. Davon ist man noch weit entfernt - von einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ganz zu schweigen.

Andere Wettbewerber wie Toyota testen vor diesem Hintergrund auch Alternativen zum reinen Elektro-Lkw: den emissionsfreien Elektro-Truck mit Brennstoffzellen-Antrieb. Die Produktion von Wasserstoff über Elektrolyse verschlingt aber sehr viel elektrische Energie und ist nach wie vor sehr kostspielig.

rei mit Reuters

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