Samstag, 4. April 2020

Erwartungen der Analysten übertroffen Tesla schafft Jahresziele - Aktie auf Rekordhoch

Arbeiter in Teslas neuer Fabrik in Shanghai reinigen ein Model 3
Yilei Sun/ REUTERS
Arbeiter in Teslas neuer Fabrik in Shanghai reinigen ein Model 3

Der US-Elektroautobauer Tesla hat im vierten Quartal mehr Fahrzeuge ausgeliefert als erwartet und seine Jahresziele so doch noch erreicht. In den drei Monaten bis Ende Dezember wurden weltweit 112.000 Autos an die Kundschaft gebracht, wie Tesla am Freitag in Palo Alto mitteilte. Der Großteil entfiel mit 92.550 Stück auf Teslas günstigstes Fahrzeug, das Model 3, mit dem die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk den Massenmarkt erobern will.

An der Börse sorgte Tesla Börsen-Chart zeigen mit den Verkaufszahlen für gute Stimmung: Die Aktien stiegen an der Wall Street um bis zu 5,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 454 Dollar. Zeitgleich befand sich der gesamte US-Aktienmarkt angesichts der Spannungen zwischen USA und Iran unter erheblichem Druck. Die Tesla-Aktien haben im vergangenen Jahr bereits rund 26 Prozent zugelegt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 77 Milliarden Dollar ist Tesla an der Börse doppelt so viel wert wie Konkurrent Ford.

Im gesamten abgelaufenen Jahr lieferte das Unternehmen rund 367.500 Fahrzeuge aus. Damit steigerte sich Tesla um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und schaffte es dank des starken Endspurts, 2019 seine Zielspanne von 360.000 bis 400.000 zu erreichen. Auch bei der Fertigung gelang im Schlussquartal mit knapp 105.000 hergestellten Autos ein neuer Bestwert.

"Wir konzentrieren uns weiter auf den Produktionsausbau in den USA sowie in unserem neuen Werk in Shanghai", teilte Tesla mit. Der Konzern hatte die Fabrik in China in weniger als einem Jahr an den Start gebracht und dort jüngst die ersten Model 3 an Mitarbeiter übergeben. Das Werk soll eine Kapazität von jährlich 500.000 Autos erreichen, zunächst dürften aber deutlich weniger produziert werden.

Tesla setzt große Hoffnungen auf China, den größten Automarkt der Welt. Durch die lokale Produktion können hohe Einfuhrzölle vermieden werden. Sein erstes großes europäisches Werk plant der Autobauer in Deutschland. In Grünheide bei Berlin soll von 2021 an das Kompakt-SUV Model Y herstellt werden. Der Baubeginn für die Fabrik auf einer 300 Hektar großen Fläche soll im ersten Halbjahr 2020 sein.

luk/cr/dpa/rtr

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